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Xanten
Parknot bei Veranstaltungen

Xanten. Anwohner der Niederstraße finden oft keinen Stellplatz. Garagen zugestellt.

Wenn die ersten Buden für den Marktplatz angeliefert oder Gitterzäune in den Ostwallanlagen aufgestellt werden, dann weiß Ernst Janßen: Demnächst wird es wieder eng. Manchmal auch teuer. Denn dann hat er die Qual der Wahl. Bei Großveranstaltungen in der Stadt findet der Anwohner der Niederstraße keinen Parkplatz für seinen Firmenwagen. Also muss er das Auto entweder außerhalb der Stadtmauern abstellen oder er ignoriert die Parkverbotsschilder beziehungsweise die Parkscheibenregelungen und nimmt dafür ein Knöllchen in Kauf.

Normalerweise sei ein Stellplatz kein Problem, aber wehe, Veranstaltungen wie Kirmes, Weinfest, Klein-Montmatre, Weihnachtsmarkt oder wie jetzt am Wochenende das Schottenfestival locken die Menschen zu Tausenden in die Stadt. Seinen Vorschlag, Parkplätze extra für Anwohner auszuweisen, hat der Ausschuss für Bürgerbeteiligung schon abgelehnt. "Aber dann kann man doch zumindest Anwohnerparken für die Zeit einer Veranstaltung einführen. Erst einmal probeweise", schlägt er als Kompromiss vor. In anderen Städten würde Anwohnerparken ja auch funktionieren. Warum dann nicht in Xanten? Ernst Janßen sieht sich in seinem Kampf nicht allein; Nachbarn mit ähnlichen Parkproblemen würden genauso denken. "Wir haben alle die gleichen Schwierigkeiten." Immer wieder stellen Fremde die Garagen zu oder parken in den engen Sträßchen der Kernstadt gegenüber. Dann ist es mitunter schwer bis unmöglich, aus der Garage raus zu rangieren. Abschleppen sei in solchen Fällen Privatsache, hieß es im Ausschuss, nicht Sache der Stadt. Das heißt aber auch, dass der, den Abschleppwagen bestellt, in Vorkasse treten und sich das Geld beim Kfz-Halter zurückholen muss. Nicht selten, berichtet Janßen, stehen die Fahrzeuge auch mitten auf dem Gehweg. "Dann müssen die Fußgänger auf der Straße um das Auto herumgehen." Knöllchen würden kaum verteilt, erläutert er noch. "In erster Linie zählen die Touristen." Auch sein Nachbar Wolfgang Elsner kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier mit zweierlei Maß gemessen und bei den Verkehrssündern von außerhalb ein Auge zugedrückt werde. Sein Vorschlag: verstärkte und regelmäßige Kontrollen auch an den Wochenendtagen. Der Bürgerantrag wird morgen im Rat noch einmal beraten.

(kump)
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