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Sonsbeck
Peter Pan sucht neue Räume für Verwaltung

Sonsbeck. Die Kinderoase platzt aus allen Nähten. Nun werden Büroräume und Paten für die Kosten gesucht. Von Rita Hansen

Kisten stapeln sich auf den Stühlen im Team-Raum, der Tisch ist ebenfalls zugestellt. Vor den Regalen türmen sich weitere Tüten- und Kistenberge, so dass der Griff zu dem benötigten Aktenordner zur sportlichen Herausforderung wird. Im eigentlichen Büro sieht es ähnlich aus. "Die Kinderoase platzt aus allen Nähten. Besonders jetzt zum Saisonwechsel ist hier ein Durchkommen kaum möglich", erklärt Petra Olfen vom Kinderschutzbundteam Peter Pan.

Die Aufgaben des in Sonsbeck und Xanten agierenden Arbeitskreises wachsen stetig. Damit steigt auch der Verwaltungsaufwand. Neben Petra Olfen kümmern sich zwei ehrenamtliche Mitarbeiter um die organisatorischen sowie kaufmännischen Angelegenheiten. "Die Verwaltung ist ein großer Bereich bei Peter Pan, den kaum einer sieht", erklärt Petra Olfen. Um weiterhin allen Aufgaben gerecht werden zu können und trotzdem für die Gespräche mit den Hilfesuchenden genügend Raum, ohne Störungen zu haben, sollen Kleiderladen und Verwaltung 2016 räumlich getrennt werden. Der Kleiderladen soll in der Kinderoase an der Hochstraße verbleiben. Für die Verwaltungsaufgaben sucht das Team nach einem bezahlbaren Ladenlokal im Ort.

"Es muss ein Raum für die Gespräche mit den Leuten zur Verfügung stehen, die Hilfe suchen, ohne dass ständig jemand klopft oder etwas vorbeibringen möchte, auch wenn die Kinderoase geschlossen ist. Nur so können wir uns in Ruhe um die Probleme, die an uns herangetragen werden, kümmern. Das Ganze muss wieder ein ordentliches (räumliches) Fundament bekommen", erläutert die Frontfrau des Teams. Die Kinderoase sei schlicht zu klein geworden für alle Aufgaben, zu denen auch die "Der Suppenkasper packt"-Lebensmittelkörbe gehören. All das braucht Platz. Aber der fehlt. "Ein, zwei interessante Objekte gäbe es in Sonsbeck, "aber dazu bräuchten wir Paten, die gewillt wären, uns langfristig bei den Mietzahlungen zu unterstützen", berichtet Olfen. Für die Babysitterkurse nutzt das Team bereits Räumlichkeiten der Hebammenpraxis von Anja Hoffmann in Xanten, weil in der Kinderoase der Platz nicht mehr ausreichte.

50 deutsche Familien unterstützt das Team derzeit in Sonsbeck und Xanten. Hinzu kommen Spontan-und Flüchtlingshilfen. "Die schnelle, unbürokratische Hilfe bleibt unser Hauptanliegen. Das wird von vielen Menschen auch geschätzt und gewürdigt. Um das weiter gewährleisten zu können, benötigen jetzt wir schnelle Unterstützung", erklärt Petra Olfen.

Quelle: RP
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