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Xanten
Pfadfinderin holt Friedenslicht in Wien

Xanten: Pfadfinderin holt Friedenslicht in Wien
Janika Peters, Johanna Nielen, Jenny Fröhlich, Svenja Matthiesen und Maren Junghänel (v.l.) bereiten die Feier für die Aussendung des Friedenslichtes im Xantener Dom vor. FOTO: pbm
Xanten. Am Dienstag wird das Licht in einem Aussendungsgottesdienst in Xanten an Gruppen vom gesamten Niederrhein verteilt.

Svenja Matthiesens Reiseziel in dieser Woche war Österreich. In Wien nahm sie das Friedenslicht in Empfang, das zuvor schon den weiten Weg von Bethlehem in die Alpenrepublik hinter sich gebracht hatte. Offiziell dauerte die Delegationsfahrt der jungen "Botschafter" aus der ganzen Welt vier Tage. Dann reiste die 22-Jährige aus Xanten wieder in die Heimat zurück. In einem Gottesdienst im Xantener Viktor-Dom am Dienstag, 15. Dezember, 19 Uhr, wird das Licht dann an den gesamten Niederrhein ausgesendet.

Svenja Matthiesen gehört zu den Xantener Pfadfinderinnen vom Stamm St. Georg, die in diesem Jahr die Organisation rund um die Aussendungsfeier übernommen haben. Seit August treffen sich die jungen Frauen regelmäßig, sammeln Ideen, tauschen Gedanken aus.

Einen "kreativ gestalteten Gottesdienst" versprechen sie allen Besuchern, die zur Aussendungsfeier kommen. Mehr verraten wollen sie allerdings nicht. Schließlich soll die Aussendung des Lichtes zu einem besonderen Erlebnis für alle werden.

Vom Dom aus kann jeder das Friedenslicht, das an einer Kerze in der Geburtskirche Jesu in Bethlehem entzündet worden ist, mit nach Hause nehmen. Maren Junghänel, Vorsitzende des Xantener Pfadfinderinnenstamms, betont: "Es ist zwar nur ein kleiner Funke der Hoffnung, der vielleicht auch nicht von heute auf morgen etwas ändert. Aber ein bisschen was von dem Friedensgedanken nimmt jeder mit, der das Licht nach Hause trägt." Ein Gedanke, den Svenja Matthiesen teilt. Sie verknüpft mit dem Licht viele Emotionen, schließlich begleitet sie es bereits von Wien aus, behütete es auf der Busreise Richtung München und dann im Zug an den Niederrhein. Dazu wird die Kerze übrigens in speziellen Sicherheitsbehältern transportiert. Die Schaffner wissen Bescheid, welche Fracht sie transportieren. Und vorsichtshalber brennt immer mehr als nur eine Kerze - wenn doch mal eine Flamme erlöschen sollte, kann sie an den anderen wieder entzündet werden.

Schon im vergangenen Jahr gehörte Svenja Matthiesen, gemeinsam mit Johanna Nielen, zur Delegation des Bistums Münster, die das Friedenslicht in Wien abholen durfte. Sie wusste also schon vor der Abreise, was sie erwartete: "Das ist mitreißend. Menschen aus allen Erdteilen kommen, um dort die Flamme abzuholen und sie in ihre Heimat zu bringen. Da merkt man, dass Frieden ein Thema ist, das die ganze Welt umfasst."

Sie freut sich, so wie die anderen Pfadfinderinnen, schon auf die Aussendungsfeier im Viktor-Dom. "Dort sieht man meist viele bekannte Gesichter, weil einige Gruppen jedes Jahr dabei sind, um das Licht in Xanten abzuholen."

Von der zentralen Aussendungsfeier am Dienstag, 15. Dezember, ab 19 Uhr im Xantener Viktor-Dom wird das Friedenslicht anschließend in viele Gemeinden getragen und dort weiterverteilt.

(pbm)
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