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Sonsbeck
Pfarrei plant Labyrinth an der Gerebernuskapelle

Sonsbeck. Ein Labyrinth in Sonsbeck soll zukünftigen Pilgern helfen, zu sich selbst zu finden. Im kommenden Jahr soll es auf der Rasenfläche zwischen der Gerebernuskapelle und dem Seniorenheim entstehen. Das plant die Pfarrei St. Maria Magdalena Sonsbeck. Sie suche Möglichkeiten, Pilgern zu helfen, "Geist und Körper miteinander, also ganzheitlich, auf den Weg zu bringen", sagt Pastoralreferentin Gertrud Sivalingam. Von Rita Hansen

Angedacht ist es, Natursteine in die Grasfläche einzuarbeiten. So kann diese weiter für Feste genutzt werden. Die katholische Landjugend hat angekündigt, dass sie beim Bau des Labyrinthes helfen will. Weitere Helfer und Sponsoren sind willkommen. "Um ein nachhaltiges Ergebnis zu erzielen, muss die Fläche ausgehoben werden, um die Steine einzementieren zu können", erklärt Pfarrer Günter Hoebertz.

Sich auf einen verschlungenen Weg zu machen, um am Ziel zu sich selbst gefunden zu haben, hat Tradition. Gertrud Sivalingam erinnert an das Labyrinth in Chartres im Department Eure-et-Loire in Frankreich. Es ist in den Fußboden der Kathedrale eingearbeitet und so groß, dass es nur aus dem Gewölbe komplett überblickt werden kann. Auch auf dem Xantener Marktplatz findet sich auf Vorschlag von Jugendbuchautor Willi Fährmann ein Labyrinth als Mosaik.

Die Idee, ein Labyrinth zu errichten, hatte schon vor längerer Zeit eine Frau aus der Sonsbecker Gemeinde geäußert. Da derzeit die Gerebernuswallfahrt neu belebt wird, lässt sich die Idee nun verwirklichen. "Mit dem Labyrinth steht den Pilgern neben dem Kriechaltar eine weitere Erfahrung des ,sich-auf-den-Weg-Machens' zur Verfügung", sagt Sivalingam.

Gedacht ist das Labyrinth als Ort, an dem man zur Ruhe kommen kann. "Auf dem verschlungenen Pfad kann man seinen eigenen (Lebens-)Weg überdenken. Manchmal muss man hier wie da ein Stück zurückgehen, um das Ganze überschauen zu können", erklärt Pfarrer Hoebertz. Der Weg durch ein Labyrinth führt immer zum Ziel - schließlich handelt es sich nicht um einen Irrgarten.

Quelle: RP
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