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Sonsbeck
Pfarrheimdach undicht - Baustopp

Sonsbeck: Pfarrheimdach undicht - Baustopp
Auf der Suche nach der undichten Stelle: Pfarrer Günter Höbertz. FOTO: Fischer
Sonsbeck. Das neue Gebäude sollte Anfang Dezember fertig sein. Jetzt sind die Handwerker bereits ein halbes Jahr in Verzug. Von Rita Hansen

"Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Und ich habe viel Humor", sagt Pfarrer Günter Hoebertz mit leicht verbissen wirkendem Lächeln. Denn die täglichen Besuche auf der Baustelle des neuen Pfarrheims sorgen momentan eher für wenig Heiterkeit. Ursprünglich war geplant, dass das Gebäude am 1. Advent bezugsfertig sein sollte. Doch davon ist die Pfarrgemeinde derzeit weit entfernt. Es herrscht Baustopp. "Wir hinken deutlich dem Zeitplan hinterher, weil wir das Dach nicht dicht bekommen, trotz aller Bemühungen. Daher sind wir rund ein halbes Jahr in Verzug", berichtet der Pfarrer.

Dabei fing alles so gut an. Bevor die Dachdecker an die Arbeit gingen, war man dem Zeitplan gut einen Monat voraus. Jetzt hinken alle Gewerke hinterher, weil durch die Verzögerung der Dachdeckerarbeiten alle anderen Handwerker sehen müssen, wie sie die eigentlich für Spätsommer und Herbst erteilten Aufträge in den kommenden Monaten dazwischenschieben können. Vorerst geht aber gar nichts mehr. "Wir haben zwei Löcher im Dach. Daher können wir weder drinnen noch draußen weiterarbeiten", erzählt Günter Hoebertz.

Für die beispielsweise noch fehlenden großen Fenster müsste das Gerüst der Dachdecker abgebaut werden. Drinnen liegt zwar bereits die Dämmung für die Fußbodenheizung, auch die Anschlüsse und die Sanitäranlagen sind so weit gesetzt, aber solange die Räumlichkeiten nicht trocken sind, kann auch dort nicht weitergearbeitet werden. Schließlich ist immer noch nicht klar, woher das Wasser genau kommt. So ist der Eimer, der ganz klassisch unter das eine Leck im großen Saal gestellt wurde, "mein tägliches, persönliches Horrorszenario", wie der Bauherr sagt. Erst der bange Blick, wie viel Wasser über Nacht hinzugekommen ist, dann das Ausleeren, um Platz zu schaffen. Zu den Sorgen um den Bau gesellen sich Gedanken um die seelsorgerische Arbeit. Die Übergangslösungen für Gruppen und Vereine waren für ein Jahr anberaumt. Jetzt sieht es so aus, als müsse man sich mindestens noch ein weiteres halbes Jahr, wahrscheinlich aber eher länger, behelfen.

"Es ist nicht zu ändern. Wir gehen mit Elan im neuen Jahr ans Werk, werden das Dach mit Hilfe eines neuen Dachdeckers endlich abdichten und die Decken trocknen. Dann sehen wir weiter." Vieles steht auf Abruf bereit. Sobald die Räume trocken und das Dach dicht sind, kann es weitergehen. Schon jetzt freut sich der Bauherr auf ein großes Einweihungsfest mit der Gemeinde, wenn endlich alles fertig ist.

Übrigens: 1,5 Millionen Euro wird das neue Pfarrheim kosten. Das sind etwa 500.000 Euro mehr als ursprünglich veranschlagt waren. "Im Laufe des Baus stellten wir fest, dass alle Gewerke teurer werden würden. Trotz knappster Kalkulation wird der Bau alle Rücklagen der Kirchengemeinde aufbrauchen. Aber das ist okay, hat die Pfarrgemeinde dann doch ein ,Wohnzimmer', in dem sie ihr Gemeinde-Leben ausleben kann", erklärt Pfarrer Hoebertz. Trotzdem werden die Lampen in der Hamber Kirche 2018 auf LED umgerüstet "und einige weitere, kleine Dinge gemacht". Danach heißt es wieder sparen - für die Renovierung der St.-Maria-Magdalena-Kirche."

Quelle: RP
 
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