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Xanten
Rainer Groß schaut nach vorn

Xanten. Der unterlegene CDU-Landtagskandidat denkt bereits an die Bundestagswahl. Von Peter Kummer

Der erste Tag nach der Wahl gehörte der Entspannung und Erholung, mit dem zweiten fing der Alltag wieder an. "Der Sonntag ist verarbeitet": Inzwischen schaut Rainer Groß, am vergangenen Sonntag unterlegener Landtagskandidat der CDU, politisch wieder nach vorne. Sein Fazit über den 14. Mai: "Das Ergebnis hat gezeigt, dass die CDU insgesamt nicht schlecht dasteht." Nun gelte es, nach vorne zu schauen, denn als erstes steht nach dem Sommer die Bundestagswahl an. Dann wollen die Xantener Christdemokraten ihren Teil dazu beitragen, dass die jetzige Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss es wieder nach Berlin ins dortige Parlament schafft.

Und dann beginnen auch schon die Vorbereitungen für die Kommunalwahl, auch wenn sie erst 2020 terminiert ist. Ziel sei es, sagt Groß, das Ansehen der Partei in der Bevölkerung zu halten und zu steigern. In der Vergangenheit sei doch einiges an Reputation verloren gegangen, blickt er zurück, zum Beispiel durch die Diskussion um eine Filiale für McDonald's an der B 57.

2020 soll erneut eine schlagkräftige Truppe antreten, wünscht sich der Vorsitzende des Stadtverbandes, "die das Vertrauen der Bevölkerung hat. Wir wollen als stärkste Fraktion hervorgehen". Ein personeller Wechsel in der Fraktion steht dann unabhängig von der Kandidatenaufstellung durch die Mitglieder auf alle Fälle an, denn erste Ratsvertreter haben schon signalisiert, nicht mehr antreten zu wollen. Darum sind neue Kandidaten beizeiten aufzubauen.

Insgesamt stehe die CDU nicht schlecht da, ist Groß optimistisch. das habe auch der Wahlkampf selbst gezeigt, durch den man zum Beispiel neue Mitglieder für die Junge Union habe gewinnen können.

Auch der Parteivorstand einschließlich des Vorsitzenden muss in diesem Herbst neu gewählt werden. Es werde sich jetzt jeder für sich überlegen, ob er wieder antreten wolle und für welche Position. Politikmüdigkeit nach dem kräftezehrenden Landtagswahlkampf ohne christdemokratisches Happy End lässt Groß nicht erkennen. Im Gegenteil: "Wenn man mich will, werde ich wieder als Vorsitzender antreten."

Wichtigste Aufgabe im Rat in den kommenden Jahren seien die kommunalen Finanzen. Straßenbau, die Sanierung der Kriemhildmühle, die Verbesserung des Brandschutzes in den Schulen, Kurpark und Mensa Gesamtschule seien große Projekte, die die Stadt schultern müsse. "Die Ausgaben hierfür sind gut und richtig." Groß verteidigt auch die Entscheidung zugunsten des Kurparks. Der sei nicht nur für die Touristen gedacht, betont er. "Es wird eine wunderbare Stätte der Erholung für unsere eigenen Bürger werden."

Quelle: RP
 
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