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Xanten
Ray Wilson drehte die alten Genesis-Songs wieder auf

Xanten. "Turn it on again" - mit diesem Song schlossen "Genesis" ab den den 80er Jahren ihre Konzerte. So spielte sie das Lied vom Wieder-An-Drehen auch immer als letztes bei ihren Re-Union-Abschiedskonzerten im Sommer 2007, als Sänger und Schlagzeuger Phil Collins noch einmal zu Genesis zurückkehrte. Seitdem ist die Gruppe Legende. Diese Legende lässt Ray Wilson seit 2009 wieder aufleben. Der Ex-Sänger und Ex-Gitarrist von Genesis tourt mit jungen Musikern durch Europa und Nordamerika, um Genesis-Songs neues Leben einzuhauchen. 1997 hatte er Phil Collins als Sänger ersetzt, um nach zwei Jahren wieder von ihm abgelöst zu werden. Am Samstag gastierte er mit sieben Musikern im Ostwallpark. Von Peter Gottschlich

Bei Ray Wilson steht "Turn it on again" ganz am Anfang. Schließlich will der 46-jährige Schotte an die große Zeit von Genesis anknüpfen, die er gar nicht komplett mitbekommen habe, wie er gerne mit britischem Humor auf der Bühne erzählt. So nennt er seine Konzerte "Genesis Classics", bei denen seine Mitspieler vor allem aus dem "Berlin Symphony Ensemble" stammen.

Die neue Gruppe spielt Klassiker von Genesis. Meistens sind es solche aus der Rock-Pop-Zeit, die von Ende der 70-er Jahre bis zu Beginn der 90-er Jahre unter Frontmann Phil Collins entstanden, beispielsweise "Land of Confusion", "Jesus he knows me", "No Son of Mine" oder "Follow you, follow me". Dazu kommt der Song "Carpet Crawler" aus der The-lamb-lies-down-on-Broadway-Ära mit Peter Gabriel sowie das Stück "Congo", das Ray Wilson auch im Studio sang. Ferner spielt die Wilson-Band Lieder, die Genesis-Mitglieder mit anderen Musikern einspielten, beispielsweise "Solisbury Hill" von Peter Gabriel, "Another Cup of Coffee" von Mike & Mechanics oder "Another Day of Paradise" von Phil Collins.

Bei den 650 Fans innerhalb des Festivalgeländes ging die Musik ins Ohr. Dazu kamen geschätzte 250 Zaungäste, die auf Picknickdecken im Ostwallpark saßen, um das Konzert zu verfolgen, aber die 31,50 Euro für den Eintritt sparen wollten.

Richtige Konzertstimmung war erst in der zweite Halbzeit zu spüren, als es dunkel geworden war. Da verzauberte Ray Wilson die Zuschauer mit seiner Stimme. Die meisten Zuhörer standen gleich vor der Bühne, tanzten und sanagen die Texte mit. Sie spürten echtes Genesis-Feeling, beispielsweise bei der Zugabe "Mama". Und sie hofften auf ein "Turn it on again", auf ein erneutes "Andrehen" der Musik.

Quelle: RP
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