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Sonsbeck
Reizend: Mit Glück und Risiko zum Erfolg

Sonsbeck: Reizend: Mit Glück und Risiko zum Erfolg
Skat ist eine ernste Angelegenheit. Da kommt's aus höchste Konzentration an, um keine Fehler zu machen. FOTO: Olaf Ostermann
Sonsbeck. In der Sonsbecker Gaststätte "Zur Börse" waren Damen am Samstag ausnahmsweise nicht sonderlich beliebt und selbst Könige stießen auf ein eher untergeordnetes Interesse. Beim traditionellen Preisskat der CDU, der in diesem Jahr zum 40. Mal stattfand, standen Bauern und Asse ganz klar weit oben in der Beliebtheitsskala. Denn damit ließen sich in den zwölf Spielen einer Runde nun mal die meisten Punkte erzielen. Von Erwin Kohl

Und es ging um was. Dem Gesamtsieger winkte ein Preisgeld von 100 Euro, immerhin 50 Euro gab es für den Zweitplatzierten und 25 Euro erhielt der drittbeste Spieler. Daneben wartete ein Präsentkorb mit zahlreichen Leckereien. "Niemand geht heute Abend ohne Preis nach Hause", versprach Spielleiter Gerd Reinders.

Um an das Preisgeld zu gelangen, brauchte es neben Spielkunst auch einer gehörigen Portion Glück. Mit dem richtigen Blatt in der Hand hat auch der Hobby-Spieler gute Chancen. Das musste Ferdinand Hermes, Mitglied im Skat-Klub Karo Dame Schneppenbaum, gleich zu Beginn erfahren. "Erst hat der Spieler zu meiner Rechten einen Grand mit Vieren, dann macht sein Nachbar es ihm nach. Das kann man nicht mehr aufholen", erklärt der Skatfreund aus Bedburg-Hau.

Auch wenn Hermes jede ausgespielte Karte im Kopf behält, alle Trümpfe mitzählt und sein Blatt voll ausreizt: Gegen Fortuna steht er auf verlorenem Posten. Ihren Anteil am Gewinn beziffern die Teilnehmer unterschiedlich. Manche schieben der Glücksgöttin gar die Alleinverantwortung zu. "Skat ist nur Glück, ohne läuft gar nichts", ist Bernhard Schumacher überzeugt. Einschränkung: "Außer man hat die Fähigkeit, aus nichts was machen zu können."

Oder aber man geht so nervenstark an den Tisch wie Heinz Aengeneyndt: "Wenn ich ein bisschen was auf der Hand habe, reize ich auf den Skat. Man muss bei so einem Turnier Risiko gehen, sonst kann man gleich zu Hause bleiben." Wenn das ins Auge geht, freuen sich die Gewinner. Denn für jedes verlorene Spiel wandern 50 Cent in einen Topf, der am Ende unter die drei Besten aufgeteilt wird.

Nach jeder Runde werden die Tische per Losentscheid neu zusammengesetzt. "Hier treffen sich Hinz und Kunz, da wird zwischen den Runden geplaudert. Auf diese Weise hat sich in der Vergangenheit manche Hobbyrunde gefunden", erläutert Gerd Reinders.

Bei allem sportlichen Ehrgeiz herrschte in der Gaststätte eine harmonische Stimmung, selbst dann, wenn sich mal einer vergreift und damit ein gewonnen geglaubtes Spiel aus der Hand gibt. "Ohne Fehler geht's beim Skatspiel nicht, das ist menschlich, da meckert niemand", findet Johannes Herfurth. Die wenigsten Fehler hat an diesem Abend Hans-Georg Elm gemacht und sich so mit 1029 Punkten den Siegertitel gesichert. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Heinz Bienemann (734 Punkte) und Horst Vermöhlen (654 Punkte).

Quelle: RP
 
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