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Xanten
Risiko bei Starkregen analysieren

Xanten. Der Verwaltungsrat des DBX will mehr über Gefährdungen in Xanten wissen. Von Peter Kummer

Der Dienstleistungsbetrieb Xanten (DBX) wird eine Gefährdungs- und Risikoanalyse für die Entsorgung von Regenwasser erstellen. Sie soll dazu beitragen, ab 2017 mit geeigneten Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser und Überflutungen zu beginnen. Der Verwaltungsrat gab dafür in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause grünes Licht.

Von der Untersuchung unbenommen sind kurzfristige Maßnahmen wie die Bauarbeiten auf der Bahnhofstraße, die dazu dient, im Notfall kurzfristig das Regenwasser auf Seite des Schulzentrums direkt in das Regenrückhaltebecken auf der gegenüberliegenden Seite umleiten zu können. Ein förmlicher Beschluss hierfür ist angesichts der veranschlagten Kosten von 8000 bis 10.000 Euro nicht nötig.

Der Baubeginn ist in der kommenden Woche geplant. Das Becken habe noch erhebliche freie Kapazitäten gehabt, um Wasser aufnehmen zu können, sagte DBX-Chef Harald Rodiek. Diese konnten aber nicht genutzt werden, weil eine Kanalverbindung zwischen beiden Seiten der Straße gefehlt hatte.

Eventuell muss auch ein kleiner Damm an der Ley errichtet werden, damit Hochwasser nicht das benachbarte Umspannwerk unter Wasser setzen kann.

Im Juni hatte Starkregen mit mehr als 100 Liter pro Kubikmeter für vollgelaufene Keller und Überschwemmungen im Stadtgebiet gesorgt. Gefährdet waren insbesondere Grundstücke entlang von Entwässerungsgräben sowie Flächen, unter denen sich das Wasser in den Kanälen gestaut hatte und nicht ablaufen konnte.

"Darüber hinaus haben die katastrophenartigen Zustände gezeigt, dass auch Stellen betroffen sein können und waren, an denen nicht mit Überschwemmungen gerechnet werden konnte", fasst die Stadtverwaltung in einer Stellungnahme an den Verwaltungsrat zusammen. "Weder kurz, noch mittel- oder langfristig kann ausgeschlossen werden, dass sich derartige Wetterlagen wiederholen."

Die politischen Vertreter im Verwaltungsrat begrüßten die Erstellung einer Analyse. Sie könne die Grundlage bilden dafür, wie man in Xanten künftig mit solchen Niederschlagsmengen umgehen könne, sagte zum Beispiel Olaf Finke von der SPD.

Quelle: RP
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