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Xanten
Ritter sind Meister beim Hölzchenwurf

Xanten: Ritter sind Meister beim Hölzchenwurf
Mit dem Wurfholz muss man die Klötzchen des Gegners zu Fall bringen. Klingt einfach, dauert aber manchmal bis zu drei Stunden. FOTO: Reichwein
Xanten. "Wikingerschach" gewinnt auch am Niederrhein immer mehr Freunde: 17 Teams mit klangvollen Namen wetteiferten beim dritten Kubb-Turnier auf der Platzanlage des SV Menzelen um den Edgar-Giesen-Wanderpokal. Von Sabine Hannemann

Das dritte Kubb-Turnier ist entschieden. Der SV Menzelen und die Dorfwerkstatt Menzelen hatten zum Spiel mit den Hölzern eingeladen, das auch "Wikingerschach" bekannt ist. Dass auch in Menzelen das Holzwurfspiel seine treuen Freunde gefunden hat, zeigte sich an der stattlichen Anzahl von 17 Mannschaften auf der Sportanlage des SV Menzelen, die sich mit den Wurfhölzern messen wollten.

Die Teams ließen bei ihrer Namensgebung die Fantasie walten, nannten sich Klötzchenschubser oder Klötzchensammler, Kubb-Mäuse oder Exploding Kids. "Flowerblues", das waren Barbara und Detlef Ludwig aus Menzelen-Ost. "Meine Frau ist Floristin. Da bietet es sich an, die Blumen in dem Namen sprechen zu lassen. Ich liebe den Blues, und schon hatten wir unseren Mannschaftsnamen", erklärte Detlef Ludwig die Namensfindung.

Den beiden machte das Spiel auf der Sportanlage nicht nur gute Laune, sondern sorgte auch für sportliche Betätigung an einem sonnenverwöhnten Sonntag. "Wir lernen schnell und unkompliziert Leute kennen, das macht sehr viel Spaß", sagte Barbara Ludwig.

Auch wenn es um nichts ging als die Ehre - die familiäre Stimmung rund um die Anlage war spürbar. Der sportliche Ehrgeiz war dennoch groß. Bei dem Spiel geht es darum, dass zwei Teams versuchen, die Holzklötzchen der gegnerischen Partei zum Umsturz zu bringen. Fünf mal acht Meter groß ist das Spielfeld, auf dem es den König zu verteidigen gilt.

Kubb steht für Klotz und stammt aus dem skandinavischen Raum, der Heimat des urigen Geschicklichkeitsspiels. In Menzelen regiert der Spaß, wie Steffi (29) von den Klötzchenschubsern verriet. Sie gehörte zu den vier gemischten Rheinberger Teams. "Open-Air finde ich klasse. Und als Team sind wir einfach einfach gut drauf." Charlotte (25) von den Kubb-Mäusen ergänzte: "Die Wettbewerbe können individuell gestartet werden und bis zu drei Stunden dauern."

Dass die Veranstalter alles richtig gemacht hatten, zeigte die Teilnehmerliste, in der viele Teams der vergangenen beiden Turniere wieder auftauchten. "Diesmal haben wir so gar Glück mit dem Wetter", sagte Ulrich Petroff, der wieder die Mannschaftswertung übernommen hatte. Am Ende des Tages winkte nach den sportlichen Mühen der Kubb-Wanderpokal - aus Holz versteht sich. Die Siegerteams verewigten sich darauf. Ortsvorsteher Edgar Giesen stiftete ihn bei der Premiere.

Vom Viertelfinale ging es am Nachmittag dann ins Halbfinale. Vier Zweier-Teams standen sich zum Schluss gegenüber. Den vierten Platz belegten die Kubbaneros aus Essen. Den dritten Rang sicherten sich die Ritter der Pokerrunde. Sie waren die Gewinner des Vorjahres und somit Pokalverteidiger. Platz zwei belegte das Team Fehleinkäufe 2.0, Gewinner des Turniers im Jahre 2015. Um 18.15 Uhr stand dann der Sieger fest.

Nach spannendem Spiel mit zwei Sätzen machten Patrick Blaisdell und Mario Engenhorst, ebenfalls ein Duo vom Team Ritter der Pokerrunde das Rennen. Zum Wanderpokal bekamen sie einen Restaurantgutschein.

Das Fazit des Orga-Teams der Dorfwerkstatt Menzelen fiel jedenfalls positiv aus. Auch im nächsten Jahr soll in den Sommerferien wieder ein Kubb-Turnier in Kooperation mit dem SV Menzelen stattfinden.

Quelle: RP
 
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