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Xanten
Rock am Dom begeistert wieder alte und junge Fans

Xanten. Die Band Flash Forward aus Wesel setzte den grandiosen Schlusspunkt hinter einen stimmungsvollen Abend. Von Beate Wyglenda

"Klasse Musik, gute Freunde und eine tolle Atmosphäre" - So prägnant, so treffend war die Zusammenfassung des Besuchers Malte Holsterhausen bei "Rock am Dom". Am Samstag herrschte vorm Wahrzeichen der Stadt richtig Stimmung. Die Besucherzahl stimmte. Alle Generationen waren dabei. Auf der Bühne heizten vier junge Bands den Zuschauern ordentlich ein.

Für den Auftakt schickte die Dom-Musikschule Xanten (DMX) ihr Bandprojekt "Ro-X-an" an den Start. Die neunköpfige Truppe gab ihr Bühnendebüt und sorgte mit Hits der Rock- und Pop-Geschichte gleich zu Beginn für gute Laune. Ihre Balladen von Fee und Juli kamen genauso gut an wie die Songs mit Paukenschlag von Coldplay und Nickelback. "Ich finde es großartig, dass so junge Musiker hier die Chance haben, vor so vielen Leuten auf der Bühne zu stehen", sagte Malte Holsterhausen. "Das motiviert die Kids zum Weitermachen und gibt ihnen Selbstvertrauen", ergänzte er.

Der junge Vater stand vor vielen Jahren mal selbst auf der Bühne des "Rock am Dom". Seine damalige Band gibt es nicht mehr. Mit den alten Bandkollegen kommt er aber immer noch gern zum Open-Air-Konzert. "Abgesehen davon, dass die Jugendlichen echt was drauf haben und es einfach Spaß macht, ihnen zuzuhören, finde ich es auch wichtig, die lokale Musikszene zu unterstützen", sagte der 34-Jährige.

Neben den Kumpels mit im Schlepptau waren Ehefrau Katja und Töchterchen Lilian (4). "Das ist eine Veranstaltung für die ganze Familie. Man hat sich früher als Jugendlicher hier wohlgefühlt und tut es nun mit Mann und Kind genauso", sagte die junge Mutter.

Auch Christina van Hüüt (28) ist seit 2006 jedes Jahr bei "Rock am Dom". Mit ihren Freunden Claudia van Zadelhoff (27), Lina Petruschke (27) und Jonas van Ravenstein (28) machte sie es sich auf der Festwiese gemütlich. "Die Atmosphäre und das Familiäre hier sind besonders schön. Man trifft immer ein paar Freunde von früher", sagte van Hüüt. "Deswegen sind wir auch hier. Die Bands kannten wir bislang nicht, die Veranstaltung begeistert uns", sagte Petruschke. Vor allem die Kulisse des Domes gefällt ihnen.

Dabei teils noch unbekannte Gruppen zu hören, findet die Clique spannend. "Wir sind musikinteressiert und offen für Neues. Heute war eine Band aus den Niederlanden dabei. Das ist beachtlich und hörte sich auch noch gut an", sagte Petruschke. Und: Getanzt werde später. Definitiv.

Andere waren schon längst dabei. Spätestens als die fünf Jungs von "belly to belly" aus Bocholt die Bühne betraten, war Partystimmung angesagt. Mit "Kommt alle mal ein bisschen näher, wir lassen es jetzt krachen" oder "Xanten, ich will eure Hände sehen" lockte Sänger Björn Kirmse selbst die Schüchternsten aus der Reserve. Die kreativen Rocksongs mit Einflüssen aus Punk und Funk gingen sofort ins Bein. Krönender Abschluss war der Auftritt von "Flash Forward". Mit "Ungezwungen Vollgas geben" riss die Weseler Band mit Spontaneität, Emotion und vierstimmigem Gesang jeden restlos mit. Auch wenn die Jungs gerade durch die Decke gehen - ein weiterer Besuch beim "Rock am Dom" ist sicher drin.

Quelle: RP
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