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Sonsbeck
Rock'Son entließ glückselig in die Nacht

Sonsbeck: Rock'Son entließ glückselig in die Nacht
Cherry Gehring, Keyboarder von Pur, erwies sich nicht nur als Meister an den Tasten seines Instruments. Er überzeugte das Publikum auch mit seiner Stimme. Mit seinen Band-Kollegen brachte er das Kastell zum Kochen. FOTO: Ostermann
Sonsbeck. Rund 400 Fans erlebten im Sonsbecker Kastell einen unvergesslichen Abend mit fetzigen Hits - gespielt von einer Band mit leidenschaftlichen Profi-Musikern. Auch der Musikverein Harmonie war Teil des Erfolges. Fortsetzung versprochen. Von Alexander Florié-Albrecht

"Das war einfach nur der Hammer", sagte Olaf Broeckmann kurz nach Mitternacht glückselig. Mit knapp 400 Gästen im Kastell hatte der Vorsitzende des Vereins "Son'Kult" zuvor ein zweieinhalbstündiges Musik-Feuerwerk erlebt, das in der kleinen Gemeinde so nicht häufig zu hören ist.

Schon für die erste Auflage von "Rock'Son" hatte man im vorigen Jahr den langjährigen Klaus-Lage-Bassisten Martin Engelien und sein Band-Projekt "Go Music" gewinnen können. Der hatte auch diesmal wieder mit dem Pur-Keyboader Cherry Gehring, dem Jule-Neigel-Gitarristen Jörg Dudys, der "Tabaluga"-Musicalsängerin Sylvia González-Bolivar und dem Axxis-Schlagzeuger Dirk Brand erlesene Musiker ausgewählt. "Das hat alles seinen Charme - ob vor 70 Leuten oder 70.000", machte Gehring deutlich, was ihn dabei antreibt. "Die wahnsinnige Freude am Musikmachen."

Vor den Profis sorgte der Musikverein Harmonie Sonsbeck/Labbeck wie bei der Premiere für den Aufschlag. Das 17-köpfige Bläser-Ensemble spielte Medleys von Marius Müller-Westernhagen, Smokie, Eric Clapton und Queens Bohemian Rhapsody - abgerundet vom Marsch "Dem Land Tirol die Treue". Dafür gab's viel Beifall. "Wir sind das Wacken Sonsbecks", scherzte Jan Grüntjes vom Musikverein.

Dann boten die Profis zum Einstieg melodiösen Pop mit Paul Carracks "How long", wobei sich Cherry Gehring als klasse Sänger erwies. Passend zur Zeitumstellung intonierte die Band "Don't stop thinking about tomorrow" von Fleedwood Mac, ehe der Abend mit Bruno Mars' "Treasure" und "Bitch" von Meredith Brooks mit der hell-klaren Stimme von Sylvia González-Bolivar richtig Fahrt aufnahm.

Dass auch so tolle Musiker Anlaufzeit brauchen, zeigte sich bei dem Pointer-Sisters-Klassiker "I'm so excited", bei dem Sängerin und Band für ein paar Sekunden nicht akkordgetreu agierten. Stimmungsvoll geriet Michael Jacksons "Man in the Mirror", ehe die Truppe mit dem Deep-Purple-Rocker "Black Night" und "Walking on sunshine" noch mal richtig Gas gab.

Diesen Schwung nahm das Quartett mit "Old Time Rock'n'Roll" von Bob Seeger mit in die ungeheuer fetzige zweite Konzerthälfte, bei der zwölf Minuten Disco-Mix aus "Stars on 45", "Hot stuff" von Donna Summer und "Billie Jean" das Kastell zum Tanzen brachten.

Getrieben von Brands Drumbeat, der starken Gitarren-Performance von Jörg Dudys und dem pulsierende Engelien-Bass betätigte sich Gehring bei "Rappers Delight" und "No woman no cry" als singender Animateur. Knackig gerieten die von González-Bolivar gesungenen Songs "Rebel Yell" von Billy Idol und "The best" von Tina Turner, ehe Band und Musikverein bei "Let me entertain you" von Robbie Williams für den Schlusspunkt sorgten. Martin Engelien zeigte sich so begeistert, dass er noch von der Bühne versprach: "Ich nehme das auf meine Kappe - bis zum nächsten Jahr."

Quelle: RP
 
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