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Xanten
Sanierung des Amphitheaters wird teuer

Xanten: Sanierung des Amphitheaters wird teuer
Im Amphitheater Birten muss sich etwas tun. Eine Begehung durch ein Ingenieurbüro hat ergeben, dass der Betonboden und die Sitzbänke dringend erneuert werden müssen. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Die notwendigen Arbeiten kosten bis zu 200.000 Euro. Noch unklar ist, welche Bestuhlung am sinnvollsten ist. Die Stadt hofft bei der Finanzierung auf eine Förderung über das regionale Leader-Programm. Von Peter Kummer

Mit ihren hochsommerlichen Aufführungen in den letzten Jahren hat das Piraten-Actiontheater dem heruntergekommenen Birtener Amphitheater wieder etwas Leben eingehaucht. Doch auf Dauer muss die Spielstätte, die schon so viele Erfolge gesehen hat und dann lange Jahre verwaist war, dringend saniert werden. Der Bezirksausschuss beauftragte nun die Stadt, zusammen mit dem Verein Freilichtspiele Birten ein Konzept auszuarbeiten, damit dort auch künftig und unter besseren Rahmenbedingungen Veranstaltungen stattfinden können.

Das Halbrund, eingebettet in die hügelige Landschaft hoch zum Fürstenberg, stammt aus der römischer Antike und ist daher als Bodendenkmal eingestuft. Ein Ingenieurbüro hat nun den Zustand im Auftrag der Stadt untersucht. "Ziel ist es, die Arena so auszustatten, dass dort neben den jährlichen Actiontheateraufführungen weitere Kleinkunst-Events und Konzerte stattfinden können", erläutert Bürgermeister Thomas Görtz.

Allerdings haben die Begehungen durch das Ingenieurbüro erbracht, dass unter anderem der Betonboden und die Sitzbänke in einem sehr schlechten Zustand sind. Sie müssen ausgetauscht werden. Darüber hinaus stellt sich bei einer Sanierung die Frage, wie die Fläche wieder hergerichtet und auf Dauer gut nutzbar gemacht werden kann.

Zudem muss eine Entscheidung über die künftigen Sitzmöglichkeiten getroffen werden. Einerseits ist eine mobile Bestuhlung flexibler und wäre für die Zuschauer bequemer. Sie würde mehr dem historischen Charakter der Anlage entsprechen als fest installierte Sitze. Diese aber bedeuten einen geringeren logistischen und finanziellen Aufwand. Görtz: "Der Aufwand ist für potenzielle Veranstalter bei den Vorgesprächen immer ein wesentliches Kriterium."

Die Stadt rechnet mit etwa 150.000 bis 200.000 Euro an Sanierungskosten. Sie hofft dabei auf Zuschüsse aus dem Leader-Topf. Xanten ist Teil der Region, die vom Land unter dem Motto "Niederrhein: natürlich lebendig" ausgewählt wurde. Bis 2022 stehen der Region rund 2,3 Mio Euro für die Förderung regionaler Projekte zur Verfügung.

In einem Strategiepapier geht es auch um die Förderung kultureller Einrichtungen. "Gerade bei der Vermarktung des historischen und kulturellen Erbes der Region besteht noch ein großes Ausbaupotenzial", heißt es dort. Das Theater könnte unter diese Kategorie fallen und Xanten in den Genuss einer Förderung kommen.

Die Mitglieder des Bezirksausschusses waren sich über eine Sanierung grundsätzlich einig. Hermann Janßen (CDU) schlug vor, den Verein Freilichtspiele Birten zu berücksichtigen. Mathias Voll (BBX) sprach sich dafür aus, die Anlieger einzubinden.

Quelle: RP
 
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