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Xanten
Schiffer mit Laserpointer geblendet

Xanten. Das Rheinberger Amtsgericht hat einen 42-jährigen Mann wegen eines Laserpointereinsatzes zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte stand im Verdacht, von einem Campingplatz in Xanten aus Schiffe geblendet zu haben.

Eine Binnenschifferin aus den Niederlanden war im Juli vergangenen Jahres gegen 22.30 Uhr mit einem Tanker auf dem Rhein in Richtung Obermörmter unterwegs, als sie grüne Lichter sah. Das Licht sei etwa 30 Sekunden in ihre Richtung gestrahlt worden - direkt in das Steuerhaus ihres Schiffes, sagte die 45-Jährige. "Als hätte man zu lange in die Sonne gesehen", beschrieb sie die darauf folgende Sehstörung, die etwa 15 Minuten andauerte. Dann habe sie gesehen, dass der Strahl noch auf andere Schiffe gerichtet wurde. Sie warnte den Führer eines anderen Tankers und die Zentrale. Diese wiederum informierte die Wasserschutzpolizei.

Sie fahre die Strecke jede Woche, so etwas sei ihr noch nie passiert, sagte die Frau nun vor Gericht. Mit ihrem Navigationssystem konnte die Schiffsführerin ziemlich genau eingrenzen, woher der Angriff kam und die Beamten zu der Stelle lotsen. Ein Beamter sprach von einer Blendattacke, die man ziemlich genau zurückverfolgen konnte. Vor Ort sei auch das Streifenboot angeleuchtet worden. "Das war schon sehr zielgerichtet", erklärte er. Aufgrund der Warnung habe er aber vermieden, in die Richtung zu schauen, aus der das Licht kam. Von Kollegen an Land erfolgte dann der Zugriff. Das Gericht sah nur die Tat zulasten des Polizeischiffes als erwiesen an. Der 42-Jährige muss wegen versuchter Körperverletzung 2700 Euro zahlen.

(BL)
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