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Sonsbeck
Schmidt: "Wir lassen die Bürger nicht im Regen stehen"

Sonsbeck. Die Diskussion um die Folgen des Unwetters in Sonsbeck und den Umgang damit veranlassten Bürgermeister Heiko Schmidt, seinen Urlaub zu unterbrechen, um Stellung zu nehmen. Von Dirk Möwius

"Wir lassen die Bürger nicht im Regen stehen", betont der Verwaltungschef und erläutert, welche Maßnahmen kurzfristig und auf längere Zeit angegangen werden. Kritik am Ablauf der Ratssitzung vor den Sommerferien, bei der betroffene Bürger lange warten mussten, bis sie zu Wort kamen, nimmt er an. "Auch ich bin nicht zufrieden mit dem Ablauf dieser Sitzung. Ich kann den Unmut verstehen. Heute würde ich es anders machen, möglicherweise auch eine Sondersitzung anberaumen."

Keineswegs weiche die Verwaltung dem Gespräch mit Betroffenen aus. Er halte es nur für besser, direkt mit Betroffenen wie der Interessengemeinschaft Zur Licht zu sprechen, statt alle Themen in eine große Runde zu packen. Sollte der Wunsch nach einer Bürgerversammlung da sein, stelle er sich dem nicht entgegen.

Die Gemeinde hat inzwischen die Kanäle gespült, um sie vom Schlamm zu befreien. In den nächsten Wochen wird das Kanalnetz mit Kamerafahrten kontrolliert und, wo nötig, instandgesetzt. Ein wichtiger Punkt ist auch die Entschlammung der Regenrückhaltebecken. Damit könne man die Kapazität deutlich steigern, teilweise um 50 Prozent. Zunächst werden Schlammproben genommen, um die Entsorgung zu klären.

Die Steuerelektronik der Pumpen am Becken Zur Licht wird komplett erneuert, obwohl sie noch funktionsfähig ist. "Diese Technik wird nicht mehr hergestellt. Bevor uns im Notfall Ersatzteile fehlen, tauschen wir lieber vorsorglich aus", so Martin Grunenberg vom Tiefbauamt.

Das nächste Thema wird das Abwasserbeseitigungskonzept. Dazu sagt Schmidt: "Ich hoffe, wir können eine Karte mit besonders gefährdeten Bereichen erstellen." Bei diesem Vorhaben werde man die Bürger ins Boot holen. Ein wichtiges Thema sei auch die Eigenvorsorge. Wie kann man sich effektiv schützen? Die Gemeindeverwaltung stehe mit Jürgen Köhlitz beratend zur Seite. Heiko Schmidt betont aber auch, dass es 100-prozentigen Schutz nicht geben könne. Es wäre unredlich zu versprechen, dass man jeder Wetterlage gewachsen sei.

Quelle: RP
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