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Xanten
Schneider gegen Änderung des Ladenöffnungsgesetzes

Xanten. Gegen eine generelle Sonntagsöffnung in Xanten spricht sich der SPD-Landtagsabgeordnete René Schneider aus. Der von der BBX vorgeschlagenen Resolution erteilt er eine klare Absage. Aus zwei Gründen werde er nicht an der Sonntagsruhe rütteln: "Ich möchte, dass Arbeitnehmer im Einzelhandel wenigstens einen freien Tag in der Woche sicher haben. Außerdem hat der Sonntag einen besonderen Stellenwert im christlichen Glauben - diesen gilt es zu schützen."

Dass dies so wenig Beachtung findet in der aktuellen politischen Diskussion, wundert Schneider. Man könne schon den Eindruck bekommen, der Xantener Dom sei für einige Akteure nur die Kulisse für den sonntäglichen Einkauf.

Die Sorgen der inhabergeführten Geschäfte könne er verstehen: "Zehn Jahre hat das Ladenöffnungsgesetz gut funktioniert. Und es berücksichtigt auch weiterhin die Belange von Wirtschaft, Arbeitnehmern und Kirche." Souvenirs, Devotionalien, alles was einzigartig ist für Xanten, könne nach wie vor an 40 Sonntagen im Jahr feilgeboten werden. An der ein oder anderen Stelle könne man im Sortiment nachsteuern, um rechtlich einwandfrei zu agieren. Die Gastronomie bleibe ohnehin unberührt.

"Aber wollen wir tatsächlich, dass Discounter, Textilketten und andere Anbieter für Dinge des täglichen Bedarfs jetzt auch sonntags öffnen?", fragt Schneider. Im Wettbewerb mit dem Internethandel erziele man durch die Sonntagsöffnung keine großen Vorteile. Stattdessen verweist der Netzpolitiker auf die Notwendigkeit von Internetpräsenzen und -shops auch für kleine Läden sowie auf die Möglichkeit, durch Immobilien- und Standortgemeinschaften einheitliche Ladenöffnungszeiten hinzubekommen. "Ansonsten macht Xanten jetzt schon vieles richtig, was Einzelhändler anderswo noch lernen müssen."

(möw)
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