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Neuer Aussichtsturm in Sonsbeck
Schneider zeigt Wege zum Fördertopf auf

Neuer Aussichtsturm in Sonsbeck: Schneider zeigt Wege zum Fördertopf auf
Der SPD-Landtagsabgeordnete René Schneider (r.) und Bürgermeister Heiko Schmidt am Fuße des gesperrten Turms FOTO: arfi
Sonsbeck. Der SPD-Landtagskandidat nährte gestern die Hoffnung auf eine halbe Million Euro für eine neue Landmarke in der Sonsbecker Schweiz. Von Heinz Kühnen

Wie beliebt ein Kleinod ist, merkt man erst dann, wenn es das nicht mehr gibt. Bürgermeister Heiko Schmidt weiß, wovon er mit Blick auf den Aussichtsturm in der Sonsbecker Schweiz spricht. In Briefen, E-Mails und per Telefon bedauert alle Welt, dass das 1981 errichtete Bauwerk wegen massiver Sicherheitsmängel gesperrt werden musste. SPD-Landtagsabgeordneter René Schneider brachte gestern auf seiner dreitägigen Rundwanderung durch den Wahlkreis einen Lichtschimmer am düsteren Turmzukunftshimmel mit.

Aus dem Topf "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" würde das NRW-Wirtschaftsministerium einen Zuschuss von 500.000 Euro für den Neubau lockermachen, wenn denn die, so Wahlkämpfer Schneider, "Eingangslyrik" des Antrags stimme. Sprich: Der "Primäreffekt" für die (Tourismus-)Wirtschaft müsse in dem Begehren deutlich herausgearbeitet werden.

Schmidt hält das mit Blick auf den heimischen sanften Tourismus und die - derzeit leider nicht erreichbaren - 26 Meter hohe und damit 100 Meter über Normal-Null gelegene Aussichtsturmplattform auf Xanten für machbar. Wobei, so Schmidt, bislang nicht einmal feststeht, welcher Art ein Neubau sein solle. Und somit sei kaum zu beziffern, was der denn kostet. In Gesprächen mit der Politik und der heimischen Wirtschaft gingen die Schätzungen weit auseinander - bis einiges über eine Million Euro.

150.000 Euro würde es kosten, die maroden Bolzen des Wahrzeichens auf einer Anhöhe der Stauchmoräne zu ersetzen. Das, so heißt es unwidersprochen, sei zu teuer für die Reparatur des letzten der fünf Ende der 1970er und Anfang der '80er Jahre errichteten gleichartigen Türme in Deutschland. Denn die Lebensdauer sei damit auf lange Zeit auch nicht gesichert.

Der Bürgermeister jedenfalls will jetzt eine breite Basis in der Bevölkerung für einen neuen Turm um sich scharen: "Ich will schließlich keinen Schmidt-Turm." Wahlkreiswanderer René Schneider versprach, "ganz eng dranzubleiben" und im nächsten Jahr wiederzukommen. "Dann könnt ihr mich notfalls auch verhauen oder im Jahr 2020 feiern." Zur 700-Jahr-Feier der Sonsbecker Stadtrechte soll der Turm stehen.

Quelle: RP
 
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