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Sonsbeck
Schnelles Netz: 40-Prozent-Hürde verpasst

Sonsbeck: Schnelles Netz: 40-Prozent-Hürde verpasst
Auch mit Plakaten wirbt die Deutsche Glasfaser am Niederrhein für ihr schnelles Internetangebot. FOTO: latzel
Sonsbeck. Sonsbecks Bürgermeister Heiko Schmidt bleibt aber zuversichtlich, eine Lösung zu finden. Gespräche mit der Deutschen Glasfaser. Zurückhaltung der Kunden in Alpens und Xantens Ortschaften.

Stichtag war der 26. September: Wenn sich bis dahin 40 Prozent der Haushalte in Sonsbeck und Labbeck dafür entschieden haben, auf die schnelle Datenautobahn zu wechseln, dann würde die Deutsche Glasfaser loslegen und beide Orte flächendeckend mit Glasfaserkabel durchziehen - auf eigene Kosten.

Am 26. September dann lag "der aktuelle Stand der Nachfragebündelung bei 25 Prozent von der benötigten 40 Prozent-Quote". So steht es zumindest auf der Internetseite des Unternehmens. Das würde das "Aus" für Sonsbeck und Labbeck bedeuten - aber daran will Bürgermeister Heiko Schmidt nicht glauben: Er hat gestern mit einem Vertreter der Deutschen Glasfaser telefoniert und sich für Dienstag zu einem Gespräch im Rathaus verabredet. Denn das Unternehmen hat die Zahlen im Netz noch nicht aktualisiert, weil die Verträge, die beim Aktionstag vergangenen Samstag und beim Herbstmarkt abgeschlossen wurden, noch nicht eingepflegt worden seien. Schmidt ist überzeugt, dass Sonsbeck und Labbeck gemeinsam die 40-Prozent-Hürde schaffen. Im Gespräch mit der Deutschen Glasfaser habe sich dieser "sehr zufrieden mit dem letzten Wochenende" geäußert, die Tendenz sei positiv. Eventuell werde der Stichtag verlängert, so Heiko Schmidt. Und der Sonsbecker Bürgermeister gibt sich kämpferisch: ""Das kriegen wir hin, da ziehen wir jetzt dran. Wir sollten diese Chance nutzen".

Übrigens: Auch die Menschen aus Alpen, Menzelen-West und Menzelenerheide tun sich schwer mit der Entscheidung für ein schnelleres Internet: Bis gestern haben sich gerade einmal elf Prozent der Haushalte für die schnellere Datenautobahn entschieden.

In Wardt, Vynen, Obermörmter und Marienbaum waren es bis gestern mit 7 Prozent noch weniger. Allerdings haben die Bewohner dieser Kommunen noch bis zum 31. Oktober Zeit, das Angebot der Deutschen Glasfaser anzunehmen.

(jas)
 
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