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Xanten
Schwerter, Lagerfeuer und Wasserspiele

Xanten: Schwerter, Lagerfeuer und Wasserspiele
Viel Zeit und Platz für sportliche Betätigung oder einfach nur zum Toben bietet das Zeltlager in Wardt. Der Heimatverein hat es organisiert, aber alle Vereine aus dem Dorf unterstützen die Aktion. FOTO: Arnulf Stoffel
Xanten. Heimatverein Wardt organisiert seit über 30 Jahren Zeltlager in den Sommerferien. 41 Kinder sind dabei. Von Erwin Kohl

Für die gerade begonnenen Sommerferien hat der Verein "Kinder- und Jugendhilfe Stadtranderholung Xanten" in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Bildung, Sport, Kultur und Demografie wieder einmal ein attraktives Angebot für Kinder zusammengestellt. Stammgast im Katalog der Aktivitäten ist der Heimatverein Wardt mit seinem Zeltlager. Seit über 30 Jahren kommen Xantener Kinder in den Genuss einer abwechslungsreichen Woche, die in diesem Jahr das Mittelalter zum Motto hat. Zumindest am Sonntag, denn da bekamen die 41 Kinder Besuch von der Xantener Gruppe "Schwert & Schild". Mike Giesen, Christian Schlesier und Alex Hartmann unterrichteten sie in der Knappenschule, erklärten den Schwertkampf und luden zum Bogenschießen. Zum Schluss gab es Stockbrot am Lagerfeuer.

Weil sich pünktlich mit Beginn der Ferien auch der Sommer von seiner besten Seite zeigte, fand erstmal eine ordentliche Wasserbombenschlacht statt. Für regelmäßigen Nachschub sorgte das 13-köpfige Betreuerteam mit einer eigens angeschafften Wasserbombenfüllmaschine. Am Montag rollte zudem die Feuerwehr ihre Schläuche aus. Für die Kinder springen alle Wardter ein. So hat die Schießgruppe der St.-Willibrord-Schützenbruderschaft ihre Anlage als Zeltplatz zur Verfügung gestellt, der Heimatverein für die Unterkünfte gesorgt und der Sportverein am Abend den Grill angezündet. Für die musikalische Unterhaltung sorgt Winfried Kocéa. Der ehemalige Chorleiter versammelt den Nachwuchs unter einen Baum und stimmt Kinderlieder an. Die dürfen ruhig international sein, denn unter den Feriengästen sind auch zwölf Kinder aus Flüchtlingsfamilien. Anfängliche Befürchtungen bezüglich der Verständigung haben sich nicht bestätigt. "Die Kinder sprechen alle so gut Deutsch, dass wir sie verstehen können", sagt Susi Heinen. Gleich am ersten Tag durfte das Betreuerteam erfahren, dass Flüchtlingshilfe keine Domäne von Erwachsenen ist. "Ein Kind von Asylbewerbern hatte seinen Schlafanzug vergessen, da ging sofort ein Junge auf ihn zu und gesagt: Ich habe zwei, du kannst einen abhaben. In diesem Augenblick hatten wir alle eine Gänsehaut", erzählt Susi Heinen. Viel Schlaf bekommen die Betreuer nicht, denn sie schlafen in den Zelten der Kinder. "Wir erzählen jeden Abend eine Gute-Nacht-Geschichte, aber um halb sechs sind die Ersten wach und da ist es vorbei mit der Ruhe", berichtet Brigitte Venhoff. Noch vor dem Frühstück haben die Kinder die Wasserspritzen entdeckt oder toben auf der Hüpfburg. Im Mittelpunkt steht oft "Lagerhund Lou". Nur wenn es auf den Fußballplatz geht, muss Lou an die Leine. "Der frisst sonst die Bälle", erklärt Susi Heinen.

Quelle: RP
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