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Sonsbeck
Sonsbeck-Postkarten erzählen Geschichte des Ortes

Sonsbeck. Eine Ausstellung von Postkarten mit Sonsbeck-Motiven ist am Wochenende in der Gommanschen Mühle zu sehen. Von Rita Hansen

Als Thomas Grütters vor zwölf Jahren begann, alte Postkarten mit Sonsbeck-Motiven zu sammeln, wusste er noch nicht, dass daraus mal eine Ausstellung würde. Der Sonsbecker lernte über seine Mutter Theo Laakmann kennen, selbst passionierter Sammler von Sonsbeck-Postkarten. "Das war sein Lebenswerk", berichtet Grütters. Vor anderthalb Jahren kam der Rentner zu ihm und bot dem Jüngeren einige Karten zum Kauf an. Als dieser fragte, warum er ihn aufsuche, erfuhr er, dass Laakmann jemanden suchte, dem er seine Sammlung hinterlassen wollte. Dieser jemand sollte den ideellen Wert zu schätzen wissen. Weil er das Interesse von Thomas Grütters erkannt hatte, überlegte er, ihm die Sammlung zu vermachen.

14 Alben mit Karten von Sonsbeck sowie jeweils zwei mit Karten von Labbeck und Hamb bekam Postkartensammler Grütters von Laakmann. "Die Alben sind gut sortiert und beschriftet", erzählt der zweifache Vater. Aber vieles, was für den Vorbesitzer selbstverständlich gewesen und daher nicht notiert sei, war es für den neuen Besitzer nicht.

So nutzte der Gärtner von Eden zahlreiche Treffen, um mehr von dem Sonsbecker Urgestein zu erfahren und Dinge zu hinterfragen. Neben typischen Motiven seien ausgefallene Dinge und Unikate auf Postkarten verewigt. Die Motive erzählen die Sonsbecker Geschichte.

Als Theo Laakmann im Januar starb, überlegte Grütters, was er mit der Sammlung machen sollte. "Das ist nichts, was man verstecken sollte. Meine Frau und ich sehen es als unsere Mission, die Sammlung denen zu zeigen, die sich dafür interessieren. Ich bin überzeugt, dass das in Theos Sinne wäre." Als Heinz-Peter Kamps vom Verein für Denkmalpflege fragte, ob die neuen Besitzer die Postkarten der Öffentlichkeit zugänglich machen würden, sagten sie zu.

Am Wochenende, 2./3. Juli, werden einige Motive der Sammlung in der Gommanschen Mühle präsentiert. Christiane und Thomas Grütters wählten die Marktlinde als Ausstellungsthema. Auch wenn das ein bekanntes Motiv ist, ist das Ehepaar sicher, "dass auch ausgefallene Sachen dabei sind, die kaum einer kennt. Wir haben die Postkartenmotive vergrößern lassen. Zudem ist es uns gelungen, viele interessante Fakten zusammenzufassen."

Thomas Grütters freut sich auf die Ausstellung. "Die Sammlung ist ein einmaliges Zeugnis", sagt er. In dieser Größe gebe es kaum eine zweite. "Für uns ist es eine ganz große Ehre, die Sammlung bekommen zu haben. Ich gucke ständig in die Alben. Auch Freunde und Verwandte möchten immer mal einen Blick hineinzuwerfen. Ich bin mir sicher, dass Theo es so gewollt hätte."

Quelle: RP
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