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Sonsbeck
Sonsbeck soll an die Datenautobahn

Sonsbeck. Deutsche Glasfaser stellt Politik Breitband-Pläne vor. Bürger müssen wollen. Von Heidrun Jasper

Glasfaser in Sonsbeck, Labbeck und Hamb und endlich nicht mehr im Schneckentempo im Netz unterwegs sein? Hört sich nicht schlecht an, vor allem dann, wenn das Gemeindesäckel absolut nicht belastet wird. Entsprechend wohlwollend reagierte der Hauptausschuss, als Mario Westenberg, Manager bei der Gesellschaft Deutsche Glasfaser Netz Entwicklung für die Region Niederrhein, jetzt ein entsprechendes Angebot machte.

Die Gesellschaft hat 2000 angefangen, das Breitbandnetz in den Niederlanden auszubauen. Inzwischen haben im Nachbarland 3,8 Millionen Haushalte dank Glasfaser-Verkabelung Zugang zur Datenautobahn. 120.000 Anschlüsse sind am Niederrhein geplant, 40.000 davon im Kreis Kleve und im linksrheinischen Teil des Kreises Wesel - will das Unternehmen neben Sonsbeck auch Xanten, Alpen sowie Ginderich und Büderich verkabeln.

Sechs Millionen Euro würde die Deutsche Glasfaser in Sonsbeck (mit Labbeck und Hamb) investieren - aber nur dann, wenn sich mindestens 40 Prozent der Hausbesitzer anschließen lassen: für 34,95 Euro im Monat und eine einmalige Bereitstellungsgebühr von 50 Euro. Dafür verlegt die Deutsche Glasfaser ihr Kabel nicht nur bis zum Gartentor, sondern bis ins Haus.

"Um die 1700 Euro kostet uns ein Anschluss", so Westenberg: "Glasfaser-Netze amortisieren sich erst nach 15 bis 17 Jahren." Trotzdem will die Firma flächendeckend verkabeln. Fast 24 Kilometer Glasfaserkabel müssten zwischen Sonsbeck, Labbeck und Hamb verlegt werden; dafür werden Bürgersteige links und rechts der Straße aufgerissen. Aber: "Was morgens geöffnet wird, wird am gleichen Abend wieder geschlossen", versicherte Westenberg.

Sicher würden die Arbeiten, die noch in diesem Jahr starten sollen, nicht immer ohne Probleme abgehen. Die Glasfaserkabel werden in 30 bis 50 Zentimetern Tiefe verlegt. Gehen Gas- oder Wasserleitungen kaputt, so der Niederländer, müsse sich weder die Gemeinde noch der Bürger einen Kopf machen. Die Kosten trage die Deutsche Glasfaser.

Falls der Rat am Dienstag grünes Licht gibt, wird zwei Monate lang der Bedarf ermittelt. Ende Mai sollen die Bürger informiert werden, Anfang Juni ist ein "Multiplikatorentreffen" geplant, ab dann will die Deutsche Glasfaser mit Kunden Verträge abschließen.

Motivationshilfe: Wer sich erst "anklemmen" lassen will, wenn alles verlegt ist, muss zahlen: 750 Euro kostet ihn dann der Anschluss. www.deutsche-glasfaser.de

Quelle: RP
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