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Sonsbeck
Sonsbeck trauert um Johannes Peters

Sonsbeck. Johannes Peters ist gestorben. Der frühere Leiter des Sonsbecker Bauamts und leidenschaftliche Heimatforscher wurde 67 Jahre alt. Auf Wunsch der Familie und der Gemeinde veröffentlichen wir den Nachruf erst heute.

Johannes Peters begann seine berufliche Laufbahn im Jahre 1962 bei der damaligen Amtsverwaltung Sonsbeck als Auszubildender. 1965 wurde er in das Beamtenverhältnis übernommen. Im Frühjahr 1976 schloss er sein Studium an der Verwaltungsakademie Detmold mit dem Verwaltungsdiplom ab.

Während seiner beruflichen Laufbahn war Johannes Peters seit April 1965 ausschließlich im Bauamt eingesetzt, zunächst als Sachbearbeiter, anschließend als stellvertretender Amtsleiter und schließlich ab November 1993 als Amtsleiter. Mit der Abschaffung der kommunalen Doppelspitze wurde Johannes Peters im April 1996 zum Vertreter des allgemeinen Vertreters des hauptamtlichen Bürgermeisters bestellt. Seit dem 1. Mai 2005 war er allgemeiner Vertreter des hauptamtlichen Bürgermeisters. Zum Jahreswechsel 2009/10 trat Johannes Peters nach einer Dienstzeit von fast 48 Jahren in den Ruhestand.

Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit bei der Gemeinde lagen im Erschließungsrecht und bei der Entwicklung der Bauleitpläne. Er wirkte in vielen Sitzungen des Bauausschusses und des Gemeinderates mit. In zahlreichen Einwohnerversammlungen stellt er die Planungen der Gemeinde vor, denn er hat an der Entwicklung neuer Bau- und Gewerbegebiete maßgeblich mitgewirkt.

Darüber hinaus vertrat er die Belange Sonsbecks in verschiedenen überregionalen Gremien - bei der LINEG, beim Deichverband sowie den Wasser- und Bodenverbänden. Aufgrund seiner langen Laufzeit bei der Gemeinde Sonsbeck war Johannes Peters für seine Mitarbeiter bei allen Vorgängen und Entwicklungen ein wertvoller Ansprechpartner. Darüber hinaus hat er sich viele Jahre als Personalratsvorsitzender für die Belange der Gemeinde-Mitarbeiter engagiert eingesetzt.

Neben seinem dienstlichen Einsatz war Johannes Peters heimatgeschichtlich sehr engagiert. Er erarbeitete Publikationen, die auch heute noch im Rathaus erhältlich sind: "Vom Ferkelmarkt zur Internetauktion - Sonsbecker Schweinemarkt in Eile und Weile" gehört dazu, außerdem die Festschrift zur Wiedereröffnung der Gommanschen Mühle.

Er schrieb über Sonsbeck in der Zeit des Nationalsozialismus, des II. Weltkrieges und in den ersten Jahren des Wiederaufbaus 1933 - 1950, die Handwerkliche und gewerbliche Geschichte Sonsbecks im 20. Jahrhundert, die Historie der Gerebernus- Kapelle und über das Pfarrensemble Hamb von 1607 bis 2007. Ferner hat er als Autor an dem Buch über die Ortsgeschichte Sonsbecks, herausgegeben von Dr. Margret Wensky, den Bereich ab dem Jahr 1945 bearbeitet.

Seine dienstliche Tätigkeit i floss in sein ehrenamtliches Engagement im Verein für Denkmalpflege Sonsbeck ein. Im Rahmen des Ferienspaßes brachte er Kindern die Sonsbecker Geschichte durch seine eigene Art näher und lud sie nachher zum Eis ein.

Die heilige Messe ist am Dienstag, 8. September, um 14 Uhr in der Sonsbecker Pfarrkirche St. Maria Magdalena, anschließend findet die Urnenbeisetzung von der Friedhofshalle Sonsbeck aus statt.

Quelle: RP
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