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0:7 - Xanten kommt unter die Räder

Lokalsport: 0:7 - Xanten kommt unter die Räder
Abflug: In dieser Szene soll TuS-Schlussmann Jos Hennemann ASV-Stürmer Nando di Buduo elfmeterreif gefoult haben. Der Keeper sah bereits nach zwei Minuten Rot. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Fußball-Bezirksliga: TuS-Trainer Wirtz gab dem Schiri eine Mitschuld an der Pleite. Keeper Hennemann sah früh Rot. Von Andre Egink

Den Rückrunden-Start auf heimischen Rasen gegen den ASV Sücheln hatten sich die Bezirksliga-Fußballer des TuS Xanten ganz anders vorgestellt. Die beiden Trainer waren sich nach der 0:7 (0:5)-Klatsche einig, dass der Unparteiische Lars Grell nicht seinen stärksten Tag erwischt hatte. Vor allem Gerd Wirtz, der Coach der Fürstenberg-Kicker, war mehr als angefressen. "Ich habe die Schnauze voll. Da kommt ein junger Schiedsrichter, der im Kreis Kleve ein tolles Talent sein soll, und dann pfeift der uns kaputt." Und ASV-Trainer Heinrich Losing meinte: "Der Schiri war sicherlich nicht der Beste auf dem Platz." Für den TuS sieht's im Abstiegskampf weiter nicht gut aus.

Knackpunkt der Partie war der Platzverweis in der zweiten Minute: Xantens Bastian Röös hatte die Führung auf dem Fuß. Doch er scheiterte. Anstatt das 1:0 zu erzielen, konterten die Gäste. Nando di Buduo stand plötzlich ganz frei vor dem TuS-Gehäuse. Keeper Jos Hennemann rutschte in den Stürmer hinein. Es ertönte ein Pfiff - Elfmeter und Rot für den Schlussmann des Tabellenvorletzten. "Das war echt ein Witz. Da darf er nie die Rote Karte geben", ärgerte sich Wirtz auch noch Stunden nach dem Schlusspfiff. Sein Gegenüber fand die Entscheidung auch zu hart: "Ich konnte die Szene zwar nicht genau sehen, da ich relativ weit weg stand, aber diese Karte hätte man nicht geben müssen."

Für Hennemann rückte Yannis Schwarz zwischen die Pfosten. Leidtragender war Röös, der für den neuen Torhüter Platz machen musste. Den Elfmeter verwandelte der Gefoulte sicher. Nach dem frühen Rückstand und mit einem Spieler weniger auf dem Platz war's natürlich schwer für die Domstädter. Denn der Tabellendritte ist keine Laufkundschaft. Im Gegenteil: Die Losing-Elf ließ Gegner und Ball sehr gut laufen und nutzte bereits im ersten Durchgang den Freiraum gut aus. "Meine Jungs haben keinen Gang zurückgeschaltet und die Sache souverän zu Ende gespielt", lobte der Coach seine Mannschaft. Wirtz hingegen musste mit ansehen, wie seine Schützlinge bereits im ersten Abschnitt durch weitere Tore von Simon Schwarz (17.), Patrick Scheulen (27.), di Buduo (35.) und Kai Baumeister (36.) mal wieder aussichtslos hinten lagen.

Nach dem Seitenwechsel hielt Xanten immerhin besser dagegen. Jedoch schossen die Gäste durch Schwarz (65.) und di Buduo (69.) zwei weitere Tore. Xantens Jeffrey Preuß sowie Ron Janssen mussten im Verlauf der zweiten Halbzeit wegen Muskelproblemen runter. Kapitän Björn Kluckow stand nach langer Verletzungspause über die gesamte Spielzeit auf dem Feld. Aber auch der Routinier konnte die hohe Niederlage nicht verhindern. Wirtz ist nun froh, dass die Winterpause ansteht, und wünscht sich Verstärkungen für die Rückserie.

Quelle: RP
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