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1:2 - SVS-Serie endet nach zehn Spielen

Lokalsport: 1:2 - SVS-Serie endet nach zehn Spielen
Kopfballduell mit Stephan Schneider: Der Sonsbecker Mittelfeldspieler verschoss gestern in der Heimpartie gegen die SpVg. Odenkirchen in der 35. Minute einen Elfmeter. FOTO: Armin Fischer
Sonsbeck. Fußball-Landesliga: Sonsbeck hat's gestern gegen Odenkirchen erwischt. Das Tor von Marvin Braun war zu wenig. Von Rene Putjus

Ende Oktober vergangenen Jahres übernahm Thomas Dörrer das Traineramt des Fußball-Landesligisten SV Sonsbeck. Der Coach hat viel verändert, verbessert und die Rot-Weißen ins obere Tabellendrittel geführt. Bis gestern war er mit seiner Elf unbesiegt. Ausgerechnet gegen einen Abstiegskandidaten endete eine beeindruckende Serie. Nach zehn Begegnungen ohne Niederlage hat's Dörrer und den SVS erwischt. Auf heimischem Kunstrasen setzte es eine 1:2 (1:1)-Pleite gegen die SpVg. Odenkirchen. "Meine Spieler haben heute gedacht, dass es von alleine läuft. Das funktioniert nicht gegen eine intakte Mannschaft, die um den Klassenerhalt spielt. Ich habe bei meinem Team die Einstellung der vergangenen Wochen vermisst. Die dünn besetzte Bank lasse ich nicht als Ausrede gelten. Das war eine überflüssige Niederlage", resümierte Dörrer.

Der SVS hatte in Hälfte eins durchaus Möglichkeiten, mehr als ein Tor zu erzielen. Doch fehlte in einer zerfahrenen Partie die Schussgenauigkeit. Die Gäste standen kompakt und warteten auf Fehler. Und die Dörrer-Elf tat ihnen den Gefallen. So wie beim 0:1. Nach einem Freistoß stimmte die Zuordnung nicht, so dass Pascal Moseler aus sechs Metern frei zum Kopfball kam und Keeper Michael Burda keine Abwehrchance ließ. Nach gut einer halben Stunde fiel der Ausgleich. Ein abgewehrter Schuss von Felix Terlinden landete auf dem Kopf von Marvin Braun, der sich die Torecke aussuchen durfte, weil sich zwei Gegenspieler nicht einig waren und ihn gewähren ließen.

Der leichtfüßige Ajdin Mehinovic holte dann in der 35. Minute einen Strafstoß raus. Carlos Steingen Sosa hatte ihn gelegt. Doch Stephan Schneider schoss zu unplatziert, so dass Schlussmann Kevin Asiedu Afari ohne Mühe den Elfmeter parierte. "Hätte Stephan getroffen, hätte das unserem Spiel sicherlich mehr Sicherheit gegeben und die Partie wäre ganz anders gelaufen", mutmaßte Dörrer nach dem Schlusspfiff. Mehinovic vergab kurz vor der Pause das 2:1. Sein Schuss ging knapp am linken Pfosten vorbei. Während es draußen wie aus Kübeln goss, nahmen sich die Sonsbecker Balltreter in der Kabine einiges vor. "Doch leider wurde davon nichts auf dem Platz umgesetzt", stellte Dörrer später fest.

Der SVS agierte zu behäbig im Spielaufbau, gegen eine dicht gestaffelte Gästeabwehr fehlten die Ideen und Körpersprache. Mit Wind im Rücken hätten die Rot-Weißen viel öfter aus der zweiten Reihe schießen müssen. Die Möglichkeiten von Mehinovic (62.), Terlinden (63.) sowie Max Fuchs (78.) sorgten immerhin für Gefahr. Doch Sonsbeck gelang es nicht, über einen längeren Zeitraum Druck aufs Odenkirchener Gehäuse auszuüben. Ein kapitaler Schnitzer kurz vor der Mittellinie führte zum 1:2. Sebastian Leurs ließ sich den Ball abnehmen, es folgte ein Pass auf den gerade erst eingewechselten Damir Hamidovic, der Burda, der gestern nicht viel zu tun hatte, ein zweites Mal überwand (76.). Auch in der Folgezeit fiel dem SVS nicht viel ein, eine feurige Schlussoffensive blieb diesmal aus. So durften sich die Gäste über drei nicht unverdiente Punkte im Abstiegskampf freuen.

Quelle: RP
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