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Lokalsport
5:0 - Budberg bleibt das Maß aller Dinge

Budberg. Frauen-Fußball: Der SVB schlug im Niederrheinliga-Topspiel den SV Hemmerden. Wirtz traf dreifach. Von Stefanie Kremers

Weder Nervosität noch den Anflug von Anspannung merkte man den Fußballerinnen des SV Budberg gestern vor Beginn des Gipfeltreffens in der Niederrheinliga an. Trainer Jürgen Raab scherzte noch, bevor Schiedsrichter Werner Zwicker die Partie gegen den Tabellenzweiten SV Hemmerden anpfiff. 5:0 (1:0) stand's, als der Unparteiische die Begegnung beendete.

Bis dahin war's für den Spitzenreiter jedoch ein hartes Stück Arbeit. Auf dem Rasen waren die Budbergerinnen keinesfalls so abgeklärt. Die erste Überraschung gab's in der Aufstellung mit Kim Stawowy. Die Torhüterin, der vor zwei Wochen noch mit der Diagnose Schlüsselbeinbruch ein längerer Ausfall prognostiziert wurde, stand wieder schmerzfrei zwischen den Pfosten, wurde jedoch kaum geprüft. Die Gastgeberinnen kämpften in Hälfte eins oft mit sich selbst. "Bringt Ruhe in die Aktionen und konzentriert euch", rief Raab rein und wollte so seine Elf zu mehr Bewegung animieren. Die brachte sich oft mangels Anspielstationen selbst in unnötige Bedrängnis. Nach 20 Minuten ging es dann mit Alexa Steffans über die rechte Seite ganz schnell. Sie bediente Stürmerin Yvonne Wirtz, die das Leder in der langen Ecke versenkte. Der Führungstreffer blieb die einzige zwingende Chance im ersten Abschnitt. Die Gäste blieben passiv. "Hemmerden hatte wohl zu viel Respekt unsere Schwächephase daher nicht genutzt", sagte Raab nach Abpfiff.

Seine Defensivreihe stand wie ein Bollwerk und blockte die zaghaften Versuche des Verfolgers schon früh ab. Auf der Gegenseite lenkte Wirtz nach Wiederanpfiff einen Freistoß von Scarlett Hellfeier noch mit der Fußspitze zum 2:0 ins Tor (54.). Mit dem Doppelpack von Wirtz kam auch das Selbstvertrauen der Budbergerinnen zurück. Hellfeier sah zehn Minuten später, dass Hemmerdens Keeperin weit herausgerückt war und zog aus 30 Metern ab - 3:0. Nur wenige Zeigerumdrehungen später setzte Wirtz Hellfeier erneut in Szene. Den Pass in die Zentrale verwandelte Hellfeier zum 4:0 (73.). Dies spielte sich neun Minuten darauf wieder ab. Dieses Mal legte Alex Steffans Wirtz den Ball in den Fuß, die zum dritten Mal erfolgreich abschloss.

Während Hemmerden auf den Abpfiff wartete, hatten die Gäste noch Glück, dass das Ergebnis nach Möglichkeiten von Sarah Hake, Wirtz und Hellfeier nicht höher ausfiel. 21 Punkte und 31:2 Tore lautet nun die Bilanz des Ligaprimus. Erster Verfolger bleibt Hemmerden. Solingen hat erneut gepatzt und nun schon sieben Zähler Rückstand auf den SVB.

Es spielten: Stawowy; A. Hellfeier, van Kampen, Heinen (70. Kimpeler), vom Eyser, Wirtz, Grimaldi (58. Faupel), S. Hellfeier, Steffans, Scheider (77. Peetz), Hake.

Quelle: RP
 
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