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5:1 für Veen: Aschermittwoch in Orsoy

Lokalsport: 5:1 für Veen: Aschermittwoch in Orsoy
Veen überraschte in Orsoy: Jens Willemsen (links) nimmt hier die Glückwünsche für sein Tor zum 2:1 entgegen. FOTO: Armin Fischer
Büderich/Orsoy. Fußball-Kreisliga A: SVO-Trainer Igor Draganov mochte angesichts der Fehler in der Defensive seiner Mannschaft kaum noch hinschauen. Aufsteiger Büderich kassierte mit dem 2:4 gegen Viktoria Alpen seine erste Heim-Niederlage. Von Detlef Kanthak

In Veen, jenem kleinen "Krähendorf" im Norden der Fußball-Kreisliga A, wird am kommenden Samstag wieder der Hoppeditz zum Erwachen gebracht. Für beste Stimmung vor der Eröffnung der Karnevalszeit haben die Fußballer der Veener Borussia bereits gestern gesorgt. Auf dem Rasen des SV Orsoy gelang in der Höhe kaum erwarteter 5:1 (2:1)-Sieg.

Bei Orsoys Trainer Igor Draganov herrschte da natürlich schon Aschermittwochs-Stimmung. "Wir haben uns fünfmal hervorragend auskontern lassen", ärgerte sich der machtlos am Rande zuschauende Coach über das Resultat, aber mehr noch über die Fehler, die zu jenem 1:5 führten. "Mal sind wir im Tiefschlaf, mal schlägt ein Spieler über den Ball", mochte Draganov mitunter kaum hinsehen.

Das ging schon nach wenigen Sekunden los. Eike Schultz und Jens Willemsen setzen sich auf der linken Seite durch, in der Mitte musste Kai Möller nur noch schauen, wie er die Veener Führung schon in der ersten Minute erzielen darf. "Uns war klar, dass das natürlich nicht reichen kann", freute sich Trainer Christian Hauk zwar über den flotten Start, ahnte aber, dass da noch viel Arbeit auf sein Team zukommen sollte. Orsoy drückte, und nach 20 Minuten schien Stephan Barth mit dem 1:1 die Gastgeber auch wieder auf die rechte Bahn bringen zu können. "Wir spielen auf das 2:1, aber der Ball will einfach nicht rein", erlebte Draganov weitere gute Orsoyer Möglichkeiten. Das Tor aber fiel auf der anderen Seite. Jens Willemsen war nach einem Freistoß per Kopf zur Stelle und brachte die Borussen wieder nach vorn.

"Wir haben uns in der Halbzeit viel vorgenommen", sprach Draganov vom Willen seiner Mannschaft. Nur, Pfosten, Latte, ein Bein auf der Linie und ein guter Veener Torhüter ließen den SVO scheitern. Und auf der Gegenseite saßen die Konter, weil Orsoys Abwehr auch wieder Pate stand. Möller erhöhte in der 55. Minute auf 3:1, ein Querpass auf Julian Meier sorgte für den vierten Streich der Gäste nach 74 Minuten, ehe Möller zum dritten Mal, nur vier Minuten später, traf. "Wir standen gut gestaffelt und haben unser Glück erarbeitet, weil wir um jeden Ball gerannt sind. Und das hat Orsoy mächtig geärgert", hatte Hauk eine Erklärung und ließ nicht nur das Pech der Gastgeber gelten.

Orsoy: Regner; von Schwartzenberg (77. Agci), Jaschka (63. Rentsch), Kluth, Morawin, Ali, Tittel, Sanverdi, Lekiqi, Barth, Ayna.

Veen: Hennemann; J. Schmitz, N. Gietmann, E. Gietmann, T. Willemsen, Keisers (72. Holz), Schultz, Betten, Möller, Meier, J. Willemsen.

Der SV Büderich unterlag gestern dem Ligadritten Viktoria Alpen mit 2:4 (1:2) und musste erstmals in dieser Saison den heimischen Platz als Verlierer verlassen. Eine Schlappe, die SVB-Co-Trainer Steffen Angenendt, für den in Urlaub weilenden Coach Stefan Tebbe an der Seitenlinie verantwortlich, anerkannte. "Alpens Sieg geht schon in Ordnung", berichtete er, nicht ohne seiner Auswahl ein Kompliment auszusprechen. "Mit unserer Mannschaftsleistung bin ich sehr zufrieden", lobte er sein Team, das nach einem 0:2-Rückstand noch einmal ins Spiel fand.

Dan Tooten per Freistoß und Nils Speicher hatten Alpen nach vorne geschossen, ehe Markus Dachwitz mit dem Halbzeitpfiff verkürzte. Der eingewechselte Kai Höning traf in der 50. Minute zum Ausgleich, ein Pfostenschuss hätte das Spiel sogar noch kippen lassen können. Aber die Viktoria machte noch einmal ernst und siegte dank weiterer Speicher-Treffer mit 4:2. "Von den Möglichkeiten her hätte es auch 8:4 für uns enden können", sah Alpens Trainer Jörg Schütz einen verdienten Erfolg, der mit der Roten Karte für Jonas Feuchter nach dem Abpfiff noch ein unnötiges Ende fand.

Büderich: P. Hebbering; Friedhoff, Busch, Höppner, M. van Husen, D. van Husen, Pähler (46. Höning), Ströter Fuhrmann (72. Moroder-Bendyk), Satzinger, Dachwitz.

Alpen: S. Hebbering; Algra, Goergen (76. Feuchter), Esper, Tooten, Ley, Willerding (87. Spallek), Schmitz (82. Hellermann), Rassier, Dargel, Speicher.

Quelle: RP
 
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