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Lokalsport
56 Kinder lernen in Alpen Tiki-Taka kennen

Alpen. Zwei Jugendtrainer des FC Valencia zeigen, auf welche Ausbildungsinhalte der spanische Erstligist Wert legt. Von Rene Putjus

Bram Verbruggen hat vom FC Valencia den Auftrag bekommen, den Bekanntheitsgrad des Vereins außerhalb der Landesgrenzen in Europa zu steigern. Der Kranenburger entschied sich, mittels Fußballcamps die Philosophie des sechsmaligen spanischen Meisters, der seit Jahrzehnten bekannt für seine hervorragende Jugendarbeit ist, zu transportieren. Der Club unterstützt ihn und stellt Nachwuchstrainer. So kommt es, dass seit gestern U16-Coach Mario Fernandes Garcia mit seinem Co-Trainer in Alpen auf dem Rasen der Viktoria 56 Kindern zwischen sechs und zehn Jahren die Inhalte der "spanischen Fußball-Schule" näherbringt. Bis zum 22. Juli gastiert das Fußballcamp des FC Valencia auf der Anlage am Schulzentrum.

Bevor es losging, bekamen die kleinen Balltreter ihre Trainingsausrüstung ausgehändigt - natürlich in den Vereinsfarben schwarz und weiß. Das T-Shirt ist mit dem Clubwappen versehen. Trinkflaschen mit den Namen dürfen nicht fehlen. Schließlich wird in Alpen in dieser Woche spanisches Sommerwetter erwartet. Drei weitere Übungsleiter unterstützen die Trainer von der iberischen Halbinsel. Aus der Jugendabteilung der Viktoria ist Frank Burmann und vom 1. FC Kleve Jo Voß dabei. Zudem hat Verbruggen seinen Kumpel Sandro Scuderi mitgebracht. Der Trainer des Landesligisten SV Sonsbeck hielt die morgendliche Ansprache, weil die auswärtigen Trainer nur Englisch und Spanisch sprechen. "Die Verständigung mit den Kids klappt dennoch gut. Mit Händen und Füßen geht's auch", weiß Björn Niedrig, der Pressewart des Alpener Vereins. Er hatte Verbruggen 2015 während des Bubble-Soccer-Events auf der Viktoria-Anlage kennengelernt. Der Kraneburger war angetan von der tollen Organisation und fragte bei Niedrig an, ob sich der Club vorstellen könne, Gastgeber eines Sommerferien-Camps eines spanischen Erstligisten zu sein.

Gestern wurden die Talente nach Alter in Gruppen aufgeteilt. Sie trainierten zunächst an vier Stationen. Einer von ihnen hat einen ganz besonderen Bezug zu Valencia. Die Mama von Ricardo Maldonado junior ist dort groß geworden. Die Vorfreude war beim Jugend-Spieler des SuS Wesel-Nord daher umso größer. Heike Reuther ist mit ihren Sprössling Alexander ebenfalls aus der Kreisstadt nach Alpen gefahren. Vom FC Valencia hatte der Sechsjährige, der für den PSV Lackhausen in der F-Jugend kickt, bereits gehört. "Ist doch klar, da spielt doch der Mustafi", so Heike Reuther, während auf dem Rasen Garcia Tipps gibt, wie die Talente ihr Kurz-Passspiel und Ballbesitzanteil (Tiki-Taka) verbessern können.

Am Freitag wird Garcia mit seinen Trainerkollegen entscheiden, welche Spieler nach Valencia eingeladen werden. Zwei der 56 Kinder dürfen im Januar in Spanien während eines Probetrainings ihr Können am Ball präsentieren. "Auch in Alpen werden aber nicht unbedingt die besten Spieler ausgewählt. Auch das Sozialverhalten und die Teamarbeit spielen eine große Rolle", erläutert Verbruggen, bevor er sich auf den Weg macht, um den Kids ihre Trinkflaschen aufzufüllen.

Quelle: RP
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