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Lokalsport
Adler trotzen Vorst einen Zähler ab

Kreis. Handball-Verbandsliga: Moers überrascht positiv gegen den Favoriten. Der SV Neukirchen landet dagegen wieder auf dem Boden der Tatsachen. In Wesel kassiert die Sieben von Spielertrainer Jörg Förderer eine deutliche 26:33-Niederlage. Von Michael Bluhm

Ob ins Positive oder ins Negative: Die Moerser Adler HSG ist immer für einen Ausreißer gut. Unlängst ließen sie sich noch von Kaldenkirchen über den Tisch ziehen. Jetzt - nur sieben Tage später - gelang die Wiedergutmachung. Die Hüfken-Mannen holten sich daheim gegen den Favoriten TV Vorst ein 25:25 (12:15) Unentschieden.

Moers begann mit einer defensiven 6:0-Deckung. Aber diese Ausrichtung griff nur bedingt. Oft waren die Spieler einen Schritt zu spät, so dass die gewünschte Stabilität nicht einzog. Die Vorster Spielanlage war dahingehend ausgelegt, die linke Seite um Andreas Bröxkes (12/4 Tore) immer wieder in aussichtsreiche Wurfposition zu bringen. Moers ließ sich aber aufgrund einer tollen kämpferischen Einstellung nie abschütteln. Einen starken Eindruck hinterließ jedoch Yannik Francois. Das Talent trat unbekümmert auf, warf wichtige Tore.

Die Adler taten nach dem Seitenwechsel mehr für den Spielaufbau. Hier ist besonders Simeon Stark zu erwähnen, der auf Linksaußen nicht zu stoppen war. Trotz allem lief es bei den Adlern nicht rund: Vorst trat clever auf, lag sogar mit 22:17 in Front. Moers öffnete seine Abwehr auf eine 5:1-Variante und hatte damit Erfolg. Die Maßnahme stach und die Spieler kämpften sich in einen Rausch. Dieser Einsatz hinterließ auch Spuren beim Gegner. Vorst verlor die Souveränität und letztendlich damit auch einen Punkt. "Ich bin stolz auf meine Jungs", lobte HSG-Trainer Stefan Hüfken. "Es hat mir gefallen, wie die Mannschaft sich zurück gekämpft hat. Wir freuen uns über diesen Punkt wie über einen Sieg." HSG-Tore: Stark (7), Francois (5), Pitzen (4), Jacobi (3), Keusemann (2/1), Feltgen (2), Woyt, Bullermann (je 1).

Der SV Neukirchen ist dagegen schon wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen: Gestern Nachmittag unterlag der SVN bei der HSG Wesel deutlich mit 26:33 (15:17). Der Gast erwischte einen ordentlichen Start und ging schnell mit 4:2 in Führung. Aber die guten Vorzeichen änderten sich zügig. Daniel Peters (Risswunde), Marvin Bartnik (Erkältung) und Christian Lange (Oberschenkelverletzung) fehlten als Alternativen im Rückraum. Und zu allem Übel: Die restliche Mannschaft verfiel ziemlich schnell in alte Verhaltensmuster. Soll heißen: Neukirchens Spieler suchten in der Regel den verfrühten Abschluss, anstatt ruhig und besonnen auf die sich bietenden Möglichkeiten zu warten und eiskalt zuzuschlagen.

Neukirchen versuchte in Durchgang zwei alles. Die kämpferische Einstellung stimmte allemal. Aber die Mannschaft kam einfach nicht auf Touren. Trotz mehrmaliger Deckungsumstellungen fehlte dem Team die gewohnte Souveränität. Der Gast ließ sich zwar bis in die Schlussphase nie abschütteln, aber die Begegnung ließ sich auch nicht drehen. Die Blau-Gelben machten unterm Strich einfach zu viele Fehler, wie die zahlreichen, verfrühten und unnötigen Torabschlüsse beweisen.

"Wir sind auf eine starke Weseler Mannschaft getroffen", so SVN-Spielertrainer Jörg Förderer unmittelbar nach Spielschluss. "Aber wir haben phasenweise auch nicht gut gespielt und sind in alte Verhaltensmuster zurück gefallen. Zudem fehlten uns die Alternativen für den Rückraum."

SVN-Tore: Ginters (7), Behmer (5/2), Greven (4), Förderer (3), Peters (3), Kaplanek (2), Bartnik (1), Beutelt (1).

Quelle: RP
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