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Lokalsport
Adler verscheuchen Abstiegsgespenst

Moers/Neukirchen. Handball-Verbandsliga: Die Moerser HSG sicherte sich drei Spieltage vor Saisonende mit einem 32:24-Heimerfolg über den TV Korschenbroich II den Klassenverbleib. Der SV Neukirchen unterlag beim TSV Kaldenkirchen mit 29:30. Von Michael Bluhm

Die Moerser Adler HSG kann hinter einer erneut bescheidenen Verbandsliga-Saison einen dicken Haken machen. Der Klassenerhalt ist nach dem 32:24 (12:11)-Heimerfolg über den TV Korschenbroich II wasserdicht. Die Adler verfügen drei Spieltage vor dem Meisterschaftsfinale über einen uneinholbaren Sieben-Punkte-Vorsprung aufs Schlusslicht TV Jahn Hiesfeld II.

Die Partie gegen Korschenbroich fand allerdings über einen langen Zeitraum auf schwachem Niveau statt. Der Gast trat nur mit einem Minikader an. Kreisläufer Daniel Schürings agierte überwiegend im Rückraum. Moers verstand es zu wenig, diesen Gegner geschickt unter Druck zu setzen. Die TVK-Defensive hatte oftmals alles im Griff, weil die HSG-Spieler schlechte Entscheidungen trafen - ob bei verfrühten Abschlüssen oder bei cleveren Angriffsversuchen. Die Begegnung verlief ausgeglichen. Moers lag in Hälfte zwei gar mit 15:18 (41.) im Hintertreffen, mühte sich aber bis zum 23:23 (51.). Die Schlussphase hatte es in sich. Die HSG-Truppe explodierte in ihrer Leistung förmlich, zeigte eine überragende Trefferquote, große läuferische Tugenden und stellte eine sattelfeste Abwehr. Der Korschenbroicher Wille war schnell gebrochen. Der Gast zerfiel nach einem 9:1-Sturmlauf der Adler HSG in alle seine Einzelteile. Trainer Rolf Pitzen sagte: "Es war ein schweres Stück Arbeit. Der Sieg fiel letztendlich doch etwas zu hoch aus."

Jüngst noch ausgiebig den Aufstieg gefeiert, nun wieder unsanft auf den Boden der Tatsachen gelandet: Der SV Neukirchen unterlag beim TSV Kaldenkirchen mit 29:30 (11:13). Der Gast musste mit Jens Beutelt (Nase angebrochen), Andre Behmer (Urlaub) und Tobias Tamse (Arbeit) auf drei Leistungsträger verzichten, die vor allem in der Defensive nicht zu ersetzen waren. Neukirchen tat sich daher zunächst schwer. Wie erwartet, fehlte es an der gewohnten Stabilität in der Defensive. So musste der gut aufgelegte Torwart Tim Koch gleich etliche Fehler seiner Vorderleute ausbügeln. In der Offensive schlichen sich neben guten Aktionen nun auch immer wieder unnötige, verfrühte Abschlüsse ein.

Neukirchen präsentierte sich in Hälfte zwei auf einem soliden kämpferischen Niveau. Jeder merkte, dass die Mannschaft das Match nicht abschenken wollte. In der Verteidigung stimmten über weite Strecken die Zweikampfwerte sowie Aggressivität. Für den Angriff hingegen gab's keine Problemlösung. Der Gast agierte weiterhin zu überhastet, traf oftmals die falschen Entscheidungen und leistete sich zudem eine Vielzahl an technischen Fehlern. Aber die Blau-Gelben lagen in der Schlussphase dennoch mehrmals knapp in Führung, konnten sich allerdings nie entscheidend absetzen.

Und so kam es, wie es kommen musste: Kaldenkirchen nutzte die Gunst der Stunde und schlug den Favoriten. "Es fehlten uns die Variationsmöglichkeiten. Die technischen Fehler waren zu viel, meinte Spielertrainer Jörg Förderer.

Quelle: RP
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