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Lokalsport
Alpen mit Struktur, die dem SSV fehlt

Kreis. Fußball-Kreisliga A: Also siegte die Viktoria gegen den Gast aus Lüttingen deutlich. Orsoy sprang auf den fünften Rang. Von Detlef Kanthak

Nach fünf sieglosen Spielen in der Fußball-Kreisliga A hat Viktoria Alpen in die Erfolgsspur zurückgefunden. Der Aufsteiger feierte einen deutlichen 6:2 (5:1)-Sieg gegen den SSV Lüttingen.

So richtig schwer machten es die Gäste der Viktoria allerdings auch nicht. "Alpens Spiel hatte Struktur, und die hat uns gefehlt", fand SSV-Trainer Thilo Munkes die Ursache für die hohe Niederlage seines Teams, das sich insbesondere in der ersten Halbzeit reichlich indisponiert vorstellte und sich auch gründlich überrumpeln ließ. Schon nach sechs Minuten war Matthias Kuhlmann mit dem ersten Treffer zur Stelle. Sascha Ströter ließ bis zur Halbzeit gleich drei Torerfolge folgen, dazwischen durfte sich die Viktoria über das 4:0 durch Patrick Hoffmann freuen. Für den SSV blieb es bis zum Pausenpfiff beim 1:4 durch Fabian Wenten. "Dass die Mannschaft im zweiten Abschnitt einen Gang zurückschaltet hat, war nicht unbedingt nötig, ist aber auch verständlich", zeigte sich der Alpener Trainer Jörg Schütz hocherfreut über den guten Auftritt seiner Schützlinge. Die Maßnahme, seiner Mannschaft eine offensivere Gangart zu verordnen, zahlte sich gegen die in der Abwehr diesmal unsortierten Gäste auch aus. "Die Jungs waren richtig gut unterwegs", beschrieb Schütz die vielen Meter, die Alpens Akteure auf dem Platz zurücklegten. Lüttingens zweitem Treffer durch einen von Maik Schmitz verwandelten Strafstoß ließ Björn Bauth acht Minuten vor dem Spielende das 6:2 folgen.

Zwölf Punkte aus den letzten vier Spielen lautet die Bilanz des SV Orsoy, der sich dank dieser Erfolgsserie inzwischen auf den fünften Tabellenrang vorgespielt hat. Gestern musste der Aufsteiger und Nachbar SV Millingen die Spielstärke der Grün-Weißen anerkennen und unterlag mit 0:4 (0:0), auch wenn Torsten Weist, der Trainer der Gastgeber, sein Team dann doch unter Wert geschlagen sah. "Ob man den Elfmeter, der zum 0:1 geführt hat, unbedingt geben muss? Dann hätten wir im Gegenzug auch einen bekommen müssen", fühlte er sich zu Beginn des zweiten Abschnitts mit dem 0:1 durch Erkan Ayna vom Unparteiischen benachteiligt. Dazu haderte Weist mit dem 0:2 - da soll Schiri Mark Czirwon einen indirekten Freistoß angezeigt haben, den der Orsoyer Dominik Hahn allerdings ohne eine Berührung des Balls durch einen anderen Spieler, somit also direkt und gegen die Spielregeln, verwandelt haben soll. Was Weist freilich auch nicht übersah: "Wir haben Lehrgeld bezahlt, weil wir unsere Konter nicht gut ausgespielt haben. Das war schon unsere schlechteste Vorstellung der letzten Wochen." Frank Pomrehn, Trainerkollege an der Orsoyer Seitenlinie, sah seine Auswahl im Vorwärtsgang. "Wir haben es versäumt, schon vor der Pause in Führung zu gehen", war er mit dem Spiel, nicht aber mit dem Ergebnis beim Pausentee zufrieden. Das legte sich in der zweiten Halbzeit, in der Ulas Özpolat und noch einmal Ayna das Resultat noch hoch schraubten.

Quelle: RP
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