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Angeschlagener Lange führt SVN zum Sieg

Lokalsport: Angeschlagener Lange führt SVN zum Sieg
SVN-Akteur Christian Ginters bekam im Heimspiel gegen den TSV Kaldenkirchen früh eine Manndeckung verpasst, so dass er lediglich zweimal traf. FOTO: Christoph Karl Banski
Neukirchen/Moers. Handball-Verbandsliga: Neukirchen schlug den TSV Kaldenkirchen mit 33:27. Die Moerser Adler standen in Korchenbroich neben sich. Von Michael Bluhm

Die Verbandsliga-Handballer des SV Neukirchen mussten nicht glänzen, um den TSV Kaldenkirchen vor heimischer Kulisse mit 33:27 (16:13) zu schlagen.

Die Hausherren begannen ruhig und abgeklärt. Der neu formierte Deckungsinnenblock mit Jens Beutelt und Bastian Untiet funktionierte. Der SVN präsentierte sich recht stabil, trotz einiger individueller Aussetzer im Zweikampf. Kaldenkirchen profitierte davon und warf einfache Tore. Neukirchen war in der Offensive um eine spielerische Linie bemüht. Die Ausführung wurde jedoch durch die sofortige Manndeckung gegen Christian Ginters erschwert. Glücklicherweise stellte sich Christian Lange trotz anhaltender Oberschenkelbeschwerden zur Verfügung und netzte in Hälfte eins neunmal ein. Seine einfachen Tore aus dem Rückraum waren der Hauptgrund, weshalb die Blau-Gelben den Gegner auf Abstand hielten.

Die Startphase des zweiten Durchgangs war von vielen Fehlwürfen geprägt. Beide Mannschaften hatten so ihre Schwierigkeiten und trafen oft falsche Entscheidungen (18:17). Aber der SVN konnte sich im Vergleich zum Konkurrenten steigern. In der Deckung wurde vorbildlich gekämpft, im Angriff lief der Ball flüssig durch die eigenen Reihen - mit guten und ansehnlichen Abläufen und einer soliden Trefferquote. Neukirchen hatte den immer schwächer werdenden Gegner nun sicher im Griff. "Mir hat vor allem unsere kompakte Deckung gefallen. Auch die einfachen Tore vor der Pause durch Christian Lange haben uns gut getan", sagte Spielertrainer Jörg Förderer. Tore: Lange (9), Peters (7), Beutelt (5), Behmer (4/2), Kaplanek (4), Ginters (2), Wilke, Förderer.

Die Spieler der Moerser Adler HSG präsentieren sich in der laufenden Meisterschaft wie eine Wundertüte. Nie weiß man, was herauskommt. Diesmal gab's wieder eine unliebsame Überraschung. Sie unterlagen nach einer enttäuschenden Vorstellung beim TV Korschenbroich II mit 23:34 (16:18).

Die Gäste fanden von der ersten Minute nicht die nötige Einstellung. Insbesondere der Auftritt in der Abwehr muss schlichtweg als unzureichend bezeichnet werden. Absprachen und Zuordnungen wurden missachtet, Aggressivität gab es so gut wie nicht zu sehen. Korschenbroich reichten simple Strukturen, um die HSG-Verteidigung immer wieder in Verlegenheiten zu stürzen. So waren es nicht mehr als ganz einfache Wechsel für einen der wurfgewaltigen TVK-Halblinken oder eben schlichtweg solide Anspiele an den Kreis.

Die Adler erbrachten in Halbzeit eins noch eine ordentliche Angriffsleistung, die allerdings nach dem Seitenwechsel schnell verebbte. Der Gast hatte in der gesamten zweiten Hälfte weder die Einstellung noch die Mittel, um sich aus dieser bitteren Situation zu befreien.

Und es kam noch schlimmer. Die Mannschaft gab sich letztendlich auf. "Wir waren einfach schlecht", so ein enttäuschter Trainer Stefan Hüfken. "Wir haben heute ohne Deckung gespielt und zeitweise auch ohne Angriff", meinte er weiter. Zum allem Überfluss verletzte sich Talent Yannik Francois noch schwer am Daumen und musste nach Spielschluss ins Krankenhaus gefahren werden.

Tore: Pitzen (6), Francois (5), Keusemann, Stark (je 4), Woyt (3), Jacobi.

Quelle: RP
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