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Lokalsport
Auf zum Bundesfinale nach Berlin

Lokalsport: Auf zum Bundesfinale nach Berlin
Drücken de Gymnasiastinnen die Daumen fürs Bundesfinale der Schulen in Berlin (v.l.): Birte Frie und Monika Pogacic von der Sparkasse am Niederrhein, Schulsekretärin Ulrike Fackelmann sowie Schulleiter Franz- Josef Klaßen. FOTO: Sparkasse
Xanten. Elf Xantener Gymnasiastinnen sind dabei, wenn sich die besten Schüler Deutschlands zu "Jugend trainiert für Olympia" treffen. Sie treten als NRW-Meisterinnen in der Sportart Leichtathletik gegen Teams aus den andern Bundesländern an. Von Rene Putjus

Elf Mädchen des Xantener Stiftsgymnasiums wird am kommenden Montag eine ganz besondere Ehre zu teil. Sie haben sich für das Bundesfinale des weltgrößten Schulwettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia" in der Sportart Leichtathletik qualifiziert. "Das sind kleine Olympische Spiele", sagt Yves Reinders, einer von drei Sportlehrern, die die Zwölf- bis 15-Jährigen nach Berlin begleiten.

Schon jetzt hat die Mannschaft am Stiftsgymnasium Historisches vollbracht. So weit ist in diesem Wettbewerb vor ihnen noch niemand gekommen. Allein der erste Platz beim Landesfinale in Rheine war schon aller Ehren wert. Als NRW-Meisterinnen hatten die Schülerinnen das Ticket für Berlin gelöst.

Am Sonntag geht's mit dem Zug in die Bundeshauptstadt, tags darauf beginnen um 10 Uhr im Jahn-Sportpark die Wettkämpfe. Jede Teilnehmerin durfte maximal für drei Disziplinen gemeldet werden. "Ich fühle mich wie ein Bundestrainer, der die richtige Taktik finden muss", so Reinders, der mit seiner Frau Kerstin und Andreas Gorczok das Lehrer-Betreuer-Trio bildet. Punkte gibt's in den Disziplinen 75m-Spint, 800m-Lauf, in der 4x75m-Staffel, im Weit- und Hochsprung, Kugelstoßen (3 Kilogramm) sowie Ballwurf (200 Gramm). 7331 Zähler hatte die weibliche Xantener Auswahl im Rheine geholt. Es ist im Vergleich mit den Landesfinal-Leistungen der 15 Mannschaften aus den anderen Bundesländern die fünfbeste Punktzahl. Eine starke Ausbeute bei einer starken Konkurrenz.

In Berlin treffen die Xantenerinnen auch auf Athletinnen von Sportgymnasien. "Es wäre toll, wenn wir am Ende zu den besten fünf Mannschaften gehören würden", meint Casandra Dominguez. Yves Reinders macht keine Vorgaben. Es müsse schon alles passen, um eine vordere Platzierung zu erreichen. "Allerdings haben wir einen goldenen Leichtathletik-Jahrgang". Franziska Schuster, die in diesem Jahr bei der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft der Jugend dabei war, ist zwar zum Berufskolleg Wesel gewechselt, darf aber dennoch in Berlin fürs Stiftsgymnasium starten. Luise Benthaus weilt für einen Schüleraustausch in England, ist aber in Berlin dabei. Einige Schülerinnen bekamen ein Extratraining bei Werner Speckert, dem Mehrkampf-Coach beim TuS Xanten,

Schulleiter Franz-Josef Klaßen wird am Montag kräftig die Daumen drücken. Der Förderverein hat rund 1400 Euro locker gemacht für die Startgebühr und schicke neue Tops. Die Sparkasse am Niederrhein sponsorte Trainingsjacken. Schließlich sollen die elf Nachwuchssportlerinnen schick aussehen bei den kleinen Olympischen Spielen. Und wie es sich für so ein Ereignis mit Wettkämpfen in 17 Sportaten gehört, gibt's ein großes Rahmenprogramm mit Führung durch den Bundestag, Sigthseeing-Touren oder der Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle. So oder so wird's eine tolle Reise für die Gymnasisatinnen aus Xanten sein, selbst wenn in der Endabrechnung kein Platz in den Top 5 herauskommen sollte.

Quelle: RP
 
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