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Beide Trainer des SV Neukirchen werfen das Handtuch

Lokalsport: Beide Trainer des SV Neukirchen werfen das Handtuch
Fassungslos: Das Trainergespann des SV Neukirchen, Björn Baar (links) und Horst Werft, gab nach der neuerlichen Pleite auf. FOTO: Emde
Neukirchen-Vluyn/Moers. Handball-Verbandsliga: Nach der peinlichen Niederlage in Geistenbeck zog das Duo seine Konsequenzen. Die Moerser Adler HSG kam zu einem ungefährdeten Heimerfolg. Von Michael Bluhm

Handball-Verbandsligist SV Neukirchen kommt nicht zur Ruhe. Unmittelbar nach der 30:34 (11:16)-Auswärtsniederlage beim TV Geistenbeck, der dritten Schlappe in Folge, verkündete das Trainergespann Björn Baar und Horst Werft seinen Rücktritt. "Wir übernehmen für den bislang mäßigen Saisonverlauf die volle Verantwortung. Die Entscheidung ist keine Kurzschlussreaktion. Uns ist es nicht gelungen, aus den vielen guten Einzelspielern eine homogene Einheit zu formen. So ziehen wir die Konsequenzen und stellen die Ämter zu Verfügung", sagte Baar. Vorausgegangen war ein erneuter negativer Höhepunkt beim Kellerkind Geistenbeck.

Dabei war der Start der Blau-Gelben gar nicht mal so schlecht. Mit der 4:1-Führung schien der Gast auf einem guten Weg. Aber wie so oft in der jüngsten Vergangenheit, fehlte es der Mannschaft an Strukturen. Insbesondere im Angriff wurden die Unzulänglichkeiten mit fortlaufender Spieldauer immer offensichtlicher. Die Spieler erlaubten sich in einer Regelmäßigkeit die gesamte Palette der technischen Fehler auszukosten - ob beim Fangen, Passen oder Werfen. Doch über allem stand die schwache Trefferquote. Die Würfe waren in der Summe schwach und unvorbereitet. Geistenbeck hatte leichtes Spiel, diesen unsortierten Gegner zu kontrollieren. Die Hausherren sprühten nur so vor Ehrgeiz, kämpften bis zum Umfallen und zogen kurz nach dem Seitenwechsel sogar bis auf 21:13 davon. Neukirchen ergriff nun die letzte Maßnahme, öffnete seinen Deckungsverband auf eine offensive 3:3-Formation. Es wurde besser (24:22/51.). Aber das Team verfiel in dieser hitzigen, spielentscheidenden Phase in alte Fehler, trat in etlichen Aktionen unüberlegt auf. "Wir hatten zu viele Schwächephasen", lautete das letzte Statement von Baar. Abteilungsleiter Markus Witzke sagte: "Die Nachfolgelösung genießt oberste Dringlichkeit. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Wir streben allerdings eine interne Lösung an."

Die Moerser Adler HSG macht dagegen richtig Spaß. Die Mannschaft schlug vor heimischer Kulisse die HSG Mülheim mit 33:22 (12:8). Die Moerser erwischten einen schlechten Start (1:4). Die Angriffe wurden zu statisch vorgetragen. In der Deckung hingegen lief's ganz passabel. Torwart Tobias Kokott hielt die HSG mit vielen Paraden im Rennen. Und allmählich fanden die Adler in ihren gewohnten "Kampfmodus". Zudem gab es einige taktische Umstellungen von Trainer Stefan Hüfken, und schon kam die Truppe ins Rollen. Die Hausherren glichen erst zum 7:7 (19.) aus, drückten das "Gaspedal" durch und erspielten sich bis zum Pausenpfiff eine Vier-Tore-Führung. Und die Hausherren machten in den zweiten 30 Minuten dort weiter, wo sie in Hälfte eins aufgehört hatten.

Quelle: RP
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