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Basketball
BG Lintfort zittert sich in Düsseldorf zum ersten Sieg

Kamp-Lintfort. Basketball-Oberliga: Die Mannschaft von Trainer Tobias Liebke schrammt haarscharf an einer Niederlage vorbei.

Mit viel Energie, Aufwand, Geschick und jeder Menge Glück hat die BG Lintfort ihren Saisonstart in der Basketball-Oberliga bewältigt. Das Team von Coach Tobias Liebke zeigte eine über weite Strecken nicht überzeugende Leistung und konnte sich bei seinem Neuzugang Lennart Boner bedanken, die Dynamic Squad Düsseldorf am Ende doch noch mit 77:71 (29:34, 64:64) nach Verlängerung besiegt zu haben.

Die Klosterstädter kamen in der Landeshauptstadt schwerlich aus den Startlöchern. Zudem fehlte Kapitän Marcel Kower, der urlaubsbedingt nicht antreten konnte. Die Gastgeber konnten mit der BGL in den ersten Minuten machen, was sie wollten, so dass der Spielstand bereits nach fünf Minuten 14:3 für Düsseldorf lautete. "Wir sind in der ersten Halbzeit überhaupt nicht in Tritt gekommen, kein Spieler hat seinen offensiven Rhythmus gefunden", monierte BGL-Trainer Liebke.

Weil aber die Verteidigungsarbeit stimmte, konnte der Gegner nicht weiter davon ziehen. Da nun auch vermehrt eigene Würfe den Weg durchs Netz fanden, gelang es den Lintfortern, den Rückstand bis zur Halbzeitpause auf ein erträgliches Maß zu stutzen. Auch eine laute Kabinenansprache sowie der Aufruf, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen, fruchteten bei den Klosterstädtern zunächst nicht. Denn nach dem Seitenwechsel setzten sich die Düsseldorfer wiederum ab, beim Stand von 50:35 in der 25. Minute schien die Partie gelaufen. Auch bis zum Beginn des Schlussabschnitts kam Lintfort nicht heran, lag zehn Minuten vor dem Ende mit 43:56 deutlich im Hintertreffen.

Doch die BGL gab sich im Schlussabschnitt noch keineswegs geschlagen. "Ab da haben sich die Jungs endlich zusammengerissen, denn so wollte dann doch keiner in die neue Saison starten", berichtete BGL-Coach Liebke. Nach einem 9:0-Lauf war Lintfort wieder auf Tuchfühlung. Insbesondere Neuzugang Lennart Boner stellte seinen Wert direkt unter Beweis. In den letzten Minuten schenkten sich beide Teams nichts mehr, so dass es in die Verlängerung ging.

In dieser kam dann die ganze Erfahrung von Björn Wagner zum Tragen. Sieben seiner 14 Punkte erzielte der Routinier in der Extrazeit. Die Gastgeber hatten dem nichts mehr entgegen zu setzen und mussten abreißen lassen.

Tobias Liebke zog nach dem Zittersieg verständlicherweise ein reichlich nüchternes Fazit: "Das hätte heute allerdings auch komplett schief gehen können. Wir waren knapp drei Viertel offensiv überhaupt nicht im Spiel. Lennart hat seine Sache überragend gemacht. Auch Maxi Lipp möchte ich für seine starke Leistung ein Sonderlob aussprechen."

BGL: Boner (20), Till Achtermeier (16), Wagner (14), Schmak (9), Feige (7), Lipp (4), Krüger (3), Thomas Achtermeier, Schöter (beide 2), Wittich, Götzen.

(RPN)
 
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