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Lokalsport
BGL-Herren müssen sich mit dem Abstieg anfreunden

Kamp-Lintfort. Basketball-Regionalliga: Nach der 78:85-Niederlage gegen Schwarz-Weiß Essen II kehrte Ernüchterung in Lintfort ein. Die sportliche Rettung ist mittlerweile wohl kein realistisches Szenario mehr. Von Wolfgang Jades

Das ist bitter. Die vorentscheidende Partie im Abstiegskampf ging für die Regionalliga-Basketballer der BG Lintfort überraschend gegen den Tabellenletzten ETB Essen II nach hart umkämpften 40 Minuten mit 78:85 (41:45) verloren. Knapp 30 Sekunden vor dem Ende wurde es still in der Glückauf-Halle. Die BGL hatte soeben einen wichtigen Angriff nicht erfolgreich beendet und damit die Chance auf die Wende gegen die "Reserve" des Zweitligisten liegen gelassen. Der Klassenerhalt ist in ganz weite Ferne gerückt.

Zuvor hatten die rund 200 Zuschauer in der Glückauf-Sporthalle eine hochintensive und enorm hart umkämpfte Partie gesehen. Essens Coach Tobias Trutzenberg konnte auf sämtliche spielberechtigte Pro-A-Akteure aus der ersten Mannschaft zurückgreifen. Die Anfangsphase gehörte klar den Gästen, die sich schnell ein kleines Polster erspielten. Im zweiten Viertel wurde es zunehmend hektischer, auch zu diesem Zeitpunkt hielt Essen die BGL auf Distanz.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich dieses Geschehen fort. Die BGL schloss aber auf und konnte sogar in Führung gehen. Angeführt vom bärenstarken Joel Aminu hatte sie die Chance, sich nach 24 Minuten erstmals größer abzusetzen. Doch der ETB konterte in Person von Klöss und Ex-BGL'er Mark Gebhart. Da Essen auch in der Schlussphase Ruhe bewahrte, gewannen sie diese Partie auch. Durch diese Niederlage rutscht die BGL nun auf den vorletzten Platz. Zeitgleich gewann der TuS Opladen sensationell bei ART Düsseldorf und machte damit auch die wohl letzte Chance auf den Lintforter Klassenerhalt zunichte. Das rettende Ufer ist nur noch bei folgendem Szenario erreichbar: Die BGL müsste ihre beiden letzten Saisonspiele gewinnen, Essen mindestens eines verlieren. Gleichzeitig müsste ART Düsseldorf im Vergleich zum SV Hagen-Haspe in der Parallelstaffel der bessere Zweitplatzierte werden. Dann würden die Landeshauptstädter nämlich in die 1. Regionalliga hochrutschen, und der zehnte Platz würde für die BGL zum Klassenerhalt reichen. Das sind sehr viele "würde" und "müsste". Trainer Tobias Liebke ordnete die Situation hinterher realistisch ein: "Wir werden den Teufel tun, aufzugeben. Allerdings sind die Chancen doch gering, dass es für uns noch reicht."

Punkte: Aminu (27), Feige, Ti. Achtermeier (je 11), Schmak (8), Kower (7), Krüger, Th. Achtermeier (je 4), Wagner, Durdel (je 3).

Quelle: RP
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