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Aus Den Vereinen
Birten feiert mit einem Spaßturnier sein 90-jähriges Bestehen

Birten. Ob man beim Milchbauern nebenan schon einmal ein Praktikum gemacht hat, konnte am Samstag in Birten ausschlaggebend für Sieg oder Niederlage sein. Das Dorfturnier auf der Anlage des SV Viktoria Birten wurde an einer lebensgroßen Kuhattrappe entschieden, die es innerhalb von 90 Sekunden zu melken galt. Von Stefanie Kremers

Die Organisatoren der "Alte Herren" hatten sich anlässlich des 90-Jährigen Vereinsbestehens für das Spaßturnier wieder originelle Spiele einfallen lassen. Neun Teams aus dem Dorf kämpften um den begehrten Wanderpokal. Bis zum letzten Spiel blieb es spannend. Die "Jugendbetreuer" lagen immerhin nur mit einem Punkt Vorsprung vor den Senioren-Fußballteams "Masters of Disaster I" und "Masters of Disaster II". Der Tambourcorps und das Alte Herren-Team hatten sich ebenfalls noch Hoffnungen gemacht. 4,3 Liter füllten am Ende den Eimer der "Jugendbetreuer". Und das sollte zum Sieg reichen, obwohl die Alte-Herren mit 5,2 Liter klarer Gewinner des Wettmelkens waren.

Zuvor hatten schon die Wasserspiele um das "Muschelschießen" und "Wasserbomben weitergeben" für viel Spaß gesorgt. Die U13-Kickerinnen und das jüngste Team von der Grundschule Birten freuten sich besonders über die angenehme Abkühlung in der warmen Sonne. Für viele Lacher sorgte daneben das "Seilchenspringen", bei dem das jüngste und älteste Mitglied einer jeden Mannschaft an den Start ging. Besonders die ältere Generation hatte redlich Mühe, eine gute Figur zu machen.

Nach der ausgiebigen sportlichen Aktivität ging die "Viktoria-Familie" zum geselligen Teil des Tages über. "Wir haben den Tag munter auslaufen lassen und bis in die Nacht verlängert", erzählte der 2. Vorsitzende Christian Bradtke. Um 19.25 Uhr startete in Anlehnung an das Gründungsdatum des Vereins die Geburtstagssause zum 90-Jährigen Bestehen. Ein Birtener Mitglied und Urgestein an der Seitenlinie der ersten Fußballmannschaft bekam dabei gesonderte Aufmerksamkeit. Ehre, wem Ehre gebührt. Und da gibt es bei Hans-Josef Rodermond alias "DFB" keine zwei Meinungen. Bereits im 26. Jahr steht er den Balltretern als tatkräftiger Betreuer zur Seite. Dafür bekam er von Hans-Dieter Wichert, Kreisvorsitzender und Ehrenamtsbeauftragter des Fußball-Kreis Moers, die Silberne Ehrennadel des Fußballverband Niederrhein verliehen. Von "seinem einmaligen sportlichen Einsatz" und seiner erfolgreichen Zeit als Spieler wusste Jakob Kremers, ehemaliger Vorsitzender des SVB, noch Anekdoten zu erzählen. Besonders seine spontane Einwechslung in den 90er Jahren, als Rodermond in der 88. Minute einen Elfmeter versenkte, blieb dabei unvergessen.

Quelle: RP
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