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Lokalsport
Birtens Spiel- und Spaß-Festival

Lokalsport: Birtens Spiel- und Spaß-Festival
Fabian Angenendt nahm für die St. Viktor Bruderschaft am Bobby-Car-Rennen teil. FOTO: Ostermann
Birten. Neun Mannschaften traten zur Dorfolympiade an. Sie mussten Bobby-Car fahren oder über Seifenlauge rutschen. Von Stefanie Kremers

Für seine Kreativität bei der Birtener Dorfolympiade ist das Alte-Herren-Gremium der Viktoria über die Dorfgrenzen bekannt. So stand schon mal eine lebensgroße Kuh-Figur zum Melkspiel auf dem Rasen. Auch die 13. Auflage des Spiel- und Spaßfestivals bot Teilnehmern und Zuschauern ein abwechslungsreiches Programm.

So kamen die Aktiven ins Schmunzeln, als Moderator und Cheforganisator Peter Engels zum zweiten von fünf Spielen aufrief. Die neun Teams wurden zum Dosenschießen gebeten. Wer dabei an die Kirmes-Buden mit Büchsen in Konservengröße dachte, wurde eines Besseren belehrt. In unermüdlicher Kleinarbeit, wie Engels mit einem Augenzwinkern versicherte, hätten die Ältesten der Viktoria-Familie im vergangenen Jahr 15 Fünf-Liter-Bierfässer geleert und diese nun auf einem Stehtisch zu einer Pyramide aufgetürmt.

Die Aufgabe für die Mannschaften aus der Dorfgemeinschaft erschien recht simpel. Aus zehn Metern Entfernung sollte der Turm in zehn Versuchen mit einem Fußball abgeschossen und dabei möglichst viele "Dosen" zu Fall gebracht werden. Leichter gesagt als gedacht: Die U15-Kickerinnen aus Lüttingen zeigten sich besonders filigran. Sie trafen zumeist die zwei Zentimeter dicke Tischkante und schließlich unter großem Jubel noch das oberste Fass. Die Alten Herren und der Tambourkorps versuchten es mit der Hau-Ruck-Methode und zimmerten das Leder einfach in den Stapel rein. Der Erfolg gab ihrer Taktik recht. Beide Teams räumten 13 Fässer ab.

Beim Bobby-Car-Rennen profitierten die jüngeren Mannschaften von ihrem Gewichts-Vorteil. Das Badminton-Team hatte als Neuling so seine Probleme, den Rasen von Platzwart Dirk Terhorst zügig zu befahren. Sie kamen weit eine Minute hinter dem Vorletzten ins Ziel und hinkten auch im weiteren Verlauf des Tages hinterher. Sie kündigten trotz der letzten Platzierung in der Gesamtwertung, ihre erneute Teilnahme für 2018 an. Die E-Jugend sowie die U13- und U15-Mädels waren mit dem Kinder-Gefährt weitaus besser vertraut und belegten Rang eins bis drei.

Die Bruderschaft und die Bürgerschützen fokussierten sich beim Apfeltauchen darauf, die Apfelspalten, die mit dem Mund aus dem Wassereimer rausgeholt werden sollten, mit vollen Körper- bzw. Kopfeinsatz zu suchen. Die Folge: Am Ende waren sie - zur Belustigung aller Zuschauer - klatschnass und hatten in dem eineinhalbminütigen Zeitfenster am wenigsten Obststücke ins Ziel gebracht.

Beim Extremgolf, bei dem ein Fußball durch abgesteckte Tore in möglichst wenigen Schüssen in einen eingebuddelten Eimer im Sandkasten versenkt werden musste, bekamen die Teams als Handicap noch einen Löffel mit einem Ei in die Hand gedrückt. Dieses durfte nicht runterfallen. Ein ruhiges Händchen und die fußballerische Routine zeigten die Alten Herren, die mit elf Schüssen knapp vor der Bruderschaft gewannen.

Das rutschige Highlight der insgesamt fünf Disziplinen wartete am Ende. Dafür wurde eine zwölf Meter breite und sieben Meter lange Plane mit Seifenlauge präpariert. Völlig schmerzfrei agierten die Fußballer der Viktoria alias "Master of Desaster". Ohne Rücksicht auf Verluste und mit einigen Stürzen im Gefechtseifer raste das Team in zwei Minuten zum Sieg, dicht gefolgt von den Alten Herren und der E-Jugend. Noch weit nach Spielende erfreuten sich die Kinder an dem rutschigen Vergnügen.

Nach dem Zusammenzählen aller Punkte holte sich der Titelverteidiger, die Alten Herren, erneut den Sieg. Die U15 wurde Zweiter. Die E-Jugend belegte Rang drei. Der "Pott" war aber nur schmückendes Beiwerk. "Alle sollten eine tolle Veranstaltung erleben und vor allem viel Spaß haben", betonte Engels. Eine Tombola und der Showtanz-Auftritt des Birtener Nachwuchs' "Benjamins Zappelfüße" rundeten das Rahmenprogramm ab. Den Grillstand betreuten erneut Egon Killemann und Norbert Tekath. Für diesen Dienst und ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz wurden die beiden geehrt.

Quelle: RP
 
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