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Lokalsport
Borth trifft sechsmal in der Verlängerung

Kreis. Fußball-Kreispokal: Der TuS schlug den SV Vyma mit 9:3. Der TuS 08 war gegen den GSV Moers chancenlos. Die DJK Wardt unterlag beim SC Rheinkamp und fühlte sich von Schiedsrichter verpfiffen. Von Johannes Heiming

Wenn's nach 90 Minuten 3:3 steht und die Partie in die Verlängerung geht, dann ist allgemein mit einem knappen Ausgang sowie einem ermüdenden Kampf auf Biegen und Brechen zu rechnen. Dass es auch anders geht, bewiesen gestern die Borther im Kreispokal-Spiel beim SV Vyma.

SV Vynen/Marienbaum - TuS Borth 3:9 n.V. (3:3). Der TuS agierte überlegen, gab aber in der regulären Spielzeit eine 3:1-Führung aus der Hand. "Danach waren wir eigentlich raus", schilderte Trainer Willi Hermanns sein Gefühl, täuschte sich aber gewaltig. Seine Mannschaft legte in der Verlängerung los wie die Feuerwehr und sorgte mit sechs Toren in einer halben Stunde für klare Verhältnisse. "Das hatte ich wirklich nicht erwartet. Es ist aller Ehren wert, was meine Mannschaft da abgerissen hat", freut sich Hermanns. Für sein Team trafen Mathias Malorny (3), Jeremy Kehr (3), David Zoben, Tobias Enk und Armin Schüler. Oliver Kraft, Spielertrainer des SV Vyma, der selbst zweimal traf, war trotz des kuriosen Ausgangs zufrieden: "Wir haben eine gute Leistung gezeigt. Wir hätten nach 90 Minuten gewinnen können. Dass wir ab Minute 100 so einbrechen, ist ärgerlich, ändert aber nichts an der bis dahin starken Vorstellung." Das dritte SV-Tor erzielte Alexander Weihrauch.

TuS 08 Rheinberg - GSV Moers 0:7 (0:2). Eine Halbzeit lang konnte der B-Ligist dem Bezirksligisten größere Schwierigkeiten bereiten. Bis zur Pause standen die Hausherren stabil in Defensive und überzeugten mit einer guten kämpferischen Leistung. "In der zweiten Halbzeit war der GSV dann einfach zu clever für uns. Da hat man den Unterschied gesehen", fand TuS 08-Trainer Marvin Mulrain. Allerdings hatte sein Team nach dem 0:2 zweimal den Anschlusstreffer auf dem Fuß. "Vielleicht wäre die Partie dann doch etwas anders gelaufen", so Mulrain.

SC Rheinkamp - DJK Wardt 3:1 (0:0). DJK-Coach Thomas Vtic richtete Glückwünsche an den C-Ligisten aus, fand danach aber klare Worte. "Wir sind heute verpfiffen worden. Diesen Schiedsrichter wollen wir in Zukunft eigentlich nicht mehr haben. Das Ergebnis spiegelt dadurch nicht das Spiel wider. Das macht weder mir, noch meinen Spielern Spaß, wenn wir so benachteiligt werden", so Vtic, der sich unter anderem über ein nicht gegebenes Tor ärgerte. Den einzigen Treffer für die Gäste erzielte Ferhat Yesil.

Concordia Ossenberg - SV Ginderich 8:0 (1:0). Beim Aufeinandertreffen der B-Ligisten sah's eine Halbzeit lang nach einem spannenden Pokalduell aus, doch daraus wurde nichts. Im zweiten Durchgang brachen die Gäste zunehmend ein, und die Concordia schraubte das Ergebnis in die Höhe. Patrick Wielinski (3), Lucas Bangert (2), Majd Aabido (2) und Nils Hoffacker schossen die Tore für die Gastgeber.

SV Büderich - TV Asberg 0:6 (0:1). Die erste Pokalrunde war auch so etwas wie die Runde der fehlenden Kräfte und sportlichen Einbrüche. Auch der SVB zeigte eine ordentliche erste Halbzeit, doch nach dem Seitenwechsel ging mehr und mehr die Substanz verloren. So fiel die Niederlage am Ende doch deutlicher aus, als es die Leistung des SVB über weite Strecken der Partie verdient gehabt hätte.

BSV Bönninghardt - OSC Rheinhausen 2:3 (1:1). "Die glücklichere Mannschaft hat gewonnen", resümierte Coach Ralph Baginski knapp nach einem Spiel auf Augenhöhe. Florian Painczyk erzielte beide Treffer für Bönninghardt.

Viktoria Birten - ESV Hohenbudberg 2:5 (0:2). Fabian Lora sorgte nach einer Stunde mit dem 1:3 dafür, dass der C-Ligist aus Birten noch einmal so etwas wie Morgenluft schnupperte. Anschließend mühte sich die Viktoria darum, doch noch für die Überraschung zu sorgen. Doch mehr als der Treffer zum 2:5 von Dominik Lora sprang nicht heraus.

SV Menzelen - DJK Lintfort 0:5 (0:0). 45 Minuten lang gelang es dem C-Ligisten, den eigenen Kasten sauber zu halten. Doch der erste Gegentreffer nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff warf das Defensivkonzept ziemlich über den Haufen.

Quelle: RP
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