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Borth will aufräumen und sucht Ideen

Lokalsport: Borth will aufräumen und sucht Ideen
FOTO: Fischer, Armin (arfi)
Borth. Hauptversammlung: Die alte BMX-Strecke soll verschwinden. Der TuS hat derzeit rund 490 Mitglieder. Von Rene Putjus

Es ist ohnehin so, dass die jährliche Hauptversammlung eines Sportvereins nur von einem Bruchteil der wahlberechtigten Mitglieder besucht wird. Die Clubs klagen seit Jahren darüber, dass die Bereitschaft abnimmt, der Einladung der Vorstände zu folgen. Und wenn der Termin aufs Karnevalswochenende fällt, dann schauen noch weniger Mitglieder vorbei. So geschehen beim TuS Borth, der in der Satzung stehen hat, dass die Hauptversammlung am ersten Sonntag im Februar stattfinden muss. Die Teilnehmerzahl war dementsprechend "dürftig", wie es Peter Potjans, der 2. Vorsitzende und Kassierer, formulierte. Dabei gab's durchaus Interessantes im Clubheim auf der Sportanlage zu hören, auch wenn diesmal keine wichtigen Wahlen auf der Tagesordnung standen.

Vielmehr gewährte die Vereinsspitze, die erst seit Mitte August 2015 gemeinsam tätig ist, einen Einblick in ihre ehrenamtliche Arbeit. Obwohl dass zurückliegende Geschäftsjahr mit einem Plus von rund 14 000 Euro abgeschlossen wurde, sind keine großen Sprünge drin. Rücklagen für die nächsten Sanierungsmaßnahmen müssen gebildet werden, wie Potjans erläuterte. So sollen noch in diesem Jahr unbedingt alle Kabinen-Türen ausgetauscht werden. Und optisch soll sich auf der Anlage schleunigst was ändern. Der unerfreuliche Zustand der ehemaligen BMX- und Mountainbike-Strecke ist dem Vorstand schon seit längerem ein Dorn im Auge.

Schön ist anders: Erst wurde hier Tennis gespielt, dann BMX und Mountainbike gefahren. Seit einigen Jahren passiert auf diesem Bereich des Außengeländes der Borther Sportanlage nichts mehr. FOTO: Armin Fischer

In diesem Jahr soll sich dort endlich etwas tun. Anfang 2011 hatte sich die Abteilung "BMX & Mountainbike" gegründet, um für Kinder und Jugendliche auf zwei Tennisplätzen, die nicht mehr benötigt wurden, Strecken mit Erdhügeln anzulegen. Nach der Umgestaltung schlief das Interesse jedoch rasch ein, die Abteilung gibt's nicht mehr. "Wir haben einiges reingebuttert in das Projekt und hatten nichts davon, so Potjans. Die TuS-Spitze um Wolfgang Kroggel hat bereits Ideen, was dort nach dem Rückbau entstehen könnte. "Man muss aber schauen, wie hoch die Investitionskosten sind und zu welchen Verhältnis sie stehen." Potjans forderte vor allem die Jugendlichen und Erwachsenen unter den rund 490 Mitgliedern auf, ebenfalls Ideen zu äußern.

Beschäftigen wird die Borther in dem Jahr auch der "Pakt für den Sport". Unter anderem sollen sich die Vereine mit der Verwaltung auf einheitliche Nutzungsverträge einigen. Aktuell bekommt der TuS jährlich eine bestimmte Summe, um die Anlage in Schuss zu halten. Der Kontrakt unterscheidet sich damit von denen der anderen Rheinberger Vereine. Beim Tagesordnungspunkt "Ergänzungswahlen" meldete ein Mitglied zur Freude von Potjans Interesse an, im Vorstand mitzuarbeiten. Einen seiner Posten möchte er gerne abgeben.

Nach gut eineinhalb Stunden war die Agenda abgearbeitet. Und vielleicht schon im kommenden Jahr wird dann die Satzung dahingehend geändert, dass der TuS Borth die Hauptversammlung nicht mehr nur am ersten Sonntag im Februar anberaumen muss.

Quelle: RP
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