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Borussia Veen trotzte den Verletzungen

Lokalsport: Borussia Veen trotzte den Verletzungen
Jan Pimingstorfer (Mitte) und Dennis Tegeler verlassen die Borussia. FOTO: Fischer (Archiv)
Veen. Fußball-Kreisliga A: Ulf Deutz übergibt seinem Trainer-Nachfolger Christian Hauk ein Team mit Perspektiven. Von Andre Egink

Nach vier Spielzeiten am Stück und insgesamt acht Jahren als Trainer bei Borussia Veen war für Ulf Deutz am Saisonende Schluss. Der Kamp-Lintforter verabschiedete sich mit dem achten Platz vom A-Ligsten. Aber komplett ohne Fußball möchte Deutz nicht leben. Zur neuen Spielzeit wird der 49-Jährige die A-Jugend des SV Budberg trainieren und Christian Hauk in Veen sein Nachfolger sein.

Mit Rang acht war Deutz wegen der personellen Schwierigkeiten einverstanden: "Eigentlich wollten wir nach dem sechsten Platz im Vorjahr etwas höher kommen. Aber die zahlreichen Verletzungen verhinderten das." Bereits im ersten Kreispokal-Spiel erlitt Niklas Nolte einen Kreuzbandriss. In der ersten Meisterschaftspartie zog sich Marvin Evers einen Bänderriss im Knöchel zu. In der Rückrunde fehlte er dann aufgrund von Rückenproblemen. Somit musste Deutz auf Nolte, Evers, Julian Meier (Darmerkrankung) und den erfahrenen Daniel Müller (Fuß- und Knieverletzung) die komplette Saison verzichten.

Weitere Langzeitverletzte waren die Leistungsträger Malte Gebbeken (Achillessehnen-Beschwerden), Philipp Wierz (Leistenprobleme), Severin Minten (Fußverletzung/Studium), Kevin Holz (Knie-/Fußbeschwerden), Mousa El-Zein (Knie verdreht), Laurin Werder (Fußverletzung) und Jos Hennemann (Handbruch).

Somit standen Deutz fast über die komplette Spielzeit elf Kicker nicht zur Verfügung. Mit Sebastian Hanßen und David Sevsek musste Veens Coach zwischenzeitlich zwei Spieler reaktivieren, um überhaupt genügend Akteure im Kader zu haben. Insgesamt kamen 39 Balltreter zum Einsatz. "Wir konnten nie zwei oder drei Spiele in Folge mit der gleichen Mannschaft auflaufen", meinte Deutz. Routinier Michael Müller stand immerhin für acht Partien zur Verfügung. "Wenn er aushalf, stand unsere Abwehr sehr kompakt." Am Ende waren die "Krähen" froh, dass sie nach dem schwachen Saisonstart mit nur einem Sieg in neun Spielen doch relativ schnell die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holten.

Als treffsicherster Akteur zeichnete sich wie im Vorjahr Kai Möller aus. Diesmal netzte der ehemalige Lüttinger 22 Mal ein. Wegen der Ausfälle durften sich andere beweisen wie die A-Jugendlichen Michel Schmitz und Jakob Münzner. Sven May kam mit 19 Jahren schon zu 15 Einsätzen. "Die jungen Spieler haben eine tolle Entwicklung gemacht. Auch Niels Gietmann und Jan Schmitz möchte ich lobend erwähnen. Mit diesen Jungs wird mein Nachfolger viel Freude haben." Eine gute Entwicklung "im Bereich der eigenen Persönlichkeit" sah Deutz bei seinen Kapitänen Martin Keisers sowie Dennis Tegeler. "Sie haben nicht nur spielerisch überzeugt, sondern auch in ihrem Führungsverhalten."

Mit Deutz verabschieden sich auch Co-Trainer Bodo Jachmanowski und Fitnesscoach Michael Hartwich, sowie die Spieler Tegeler (Fichte Lintfort), Martin Keisers (Verein im Raum Düsseldorf), Jan Pimingstorfer (FC Meerfeld) und Frederik Brammen (SV Sevelen) von der Borussia. Hauk wird von Co-Trainer Lars Hermanns (TuS Borth) unterstützt. Als Neuzugänge verstärken den Kader folgende Akteure: Adrian Korte (SV Menzelen), Michael Mnochy (Fichte Lintfort II), Luca Spielmann (Viktoria Alpen II), sowie die fünf A-Jugendlichen Münzner, Michel Schmitz, Michael Keisers, Erik Gietmann und Lars Gebbeken. Nico Scholten (SSV Lüttingen) wird nun doch nicht zur Borussia wechseln. Er hat wie Lukas Maas (DJK Labbeck/Uedemerbruch) und Dennis Brinkmann (Viktoria Alpen II) die Zusage zurückgezogen.

In der kommenden Spielzeit soll um Daniel Müller, der zurückkehrt, und Kai Möller eine junge Mannschaft aufgebaut werden, die für Furore in der Kreisliga A sorgen kann.

Quelle: RP
 
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