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Budberg muss vorne effektiver werden

Lokalsport: Budberg muss vorne effektiver werden
Simon Temath (am Ball) liegt mit dem aus der Bezirksliga abgestiegenen SV Budberg in der A-Liga auf Tabellenplatz sechs. FOTO: Ostermann, Olaf (oo)
Budberg. Fußball-Kreisliga A: SVB-Trainer Patty Jetten will mehr Stabilität sehen. Philip Stürz kündigte seinen Abschied an. Von Detlef Kanthak

Beim Blick auf die Tabelle der Kreisliga A mag im Lager des SV Budberg längst nicht jeder vor Freude in die Hände klatschen. Wer von der sofortigen Rückkehr in die Bezirksliga geträumt hat, der wird sich zur Winterpause mit dem sechsten Rang und sieben Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze nicht zufrieden geben. Patty Jetten sieht es anders. "Als grundsätzlich gut" bezeichnet der Trainer des SVB den ersten Saisonteil. "Wir sind jetzt da, wo wir uns vor der Saison gesehen haben", analysiert er die Fußballmonate August bis Dezember, die für seine Mannschaft mit einem Höhenflug begannen.

Am siebten Spieltag eroberte das Team die Tabellenspitze. Die Quittung folgte mit den ersten beiden Niederlagen und einer Phase, in der die Budberger bis auf den siebten Rang durchgereicht wurden. "Nach den Siegen in Orsoy, gegen den MSV Moers und dem ersten Platz war die Erwartungshaltung sicherlich zu hoch. Wir waren zu ungeduldig und sind dafür prompt bestraft worden", erkannte Jetten das Problem. "Daran haben wir gearbeitet und die Fehler abgestellt", beschreibt er die Reaktion. "Inzwischen haben wir in den Spielen hohe Ballbesitzzeiten, auch wenn jeder einzelne Spieler nur kurz den Ball führt. Wir wissen, dass wir andere Mannschaften müde spielen und unsere Tore auch noch in der letzten Viertelstunde schießen können." So hat sein Team das Umschaltspiel verbessert. "Die Mannschaft hat den Blick, wann sie auf den Ball gehen und dann im Kollektiv angreifen kann", erklärt der Trainer die Konstanz des SVB in den letzten Begegnungen des Jahres. "Die Jungs sind überzeugt von dem, was sie machen, haben Spaß an ihrem Hobby und liefern attraktive Leistungen ab", sagt er.

Umso ärgerlicher ist es für Trainer und Team, wenn das gute Spiel nicht belohnt wird. "Es hat Begegnungen gegeben, in denen die Leistung stimmte, wir den Gegner beherrscht aber dennoch verloren haben", erinnert er auch an das letzte Spiel des Jahres, das mit 0:3 beim neuen Tabellenführer SV Sonsbeck II verloren ging. Es bleibt also immer noch etwas zu tun. "Wir müssen noch stabiler werden, denn wir benötigen an manchen Tagen zu viele Chancen, um zum Erfolg zu kommen", sieht Jetten weiteren Übungsbedarf. "Andere Mannschaften nutzen ihre wenigen Möglichkeiten und sind effektiver. Daran müssen wir arbeiten."

In der Rückrunde wird der Trainer vermutlich auf Philip Stürz, der als einziger SVB-Spieler die Rote Karte gesehen hat, verzichten müssen, der sich einem höherklassigen Verein anschließen möchte. Dafür deutet sich die Rückkehr von Ricardo Andriejewski und Kai Köstermann an, die aufgrund langwieriger Verletzungen im ersten Saisonteil nicht zum Einsatz gekommen sind. Zudem hat Patrick Jetten weiterhin die beiden A-Junioren Jonas Twardzik und Janosch Severith im Blick, die die verbesserte Nachwuchsarbeit des Vereins dokumentieren und bereits zu Einsatzzeiten in der ersten Mannschaft gelangt sind. "Mittelfristig gehört der SV Budberg wieder in die Bezirksliga", steckt der Trainer das Ziel ab, das in diesem Spieljahr hinter der Entwicklung der Mannschaft noch zurückstecken mag. "Wir haben jetzt 33 Punkte", rechnet Jetten vor. "Können wir diese Zahl wiederholen, dann wird sich niemand beschweren."

Quelle: RP
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