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Lokalsport
Budbergs Jungspunde rocken die A-Liga

Budberg. Fußball: Der SVB hat von Viktoria Alpen die Tabellenführung übernommen. Am Sonntag geht's zur Veener Borussia. Von Detlef Kanthak

Willkommen auf dem Schleudersitz. Der erste Rang in der Tabelle der Fußball-Kreisliga A ist alles andere ein weich gepolsterter Sessel, in den sich die Mannschaften lange kuscheln könnten. Nachdem der VfL Rheinhausen vor vier Wochen den Platz verlassen musste, haben sich der SV Orsoy und die Alpener Viktoria daran versucht, sich dort einzurichten. Hat nicht so richtig gut geklappt, für beide Mannschaften war nach einem Spieltag schon wieder Schluss. Jetzt ist der SV Budberg an der Reihe. Und, wen wundert's, dessen Trainer ist so gar nicht wohl beim Gedanken an den Spitzenplatz.

"Der Zeitpunkt", klagt Patrick Jetten, "ist momentan wohl nicht der richtige." Immerhin, es sind ja noch 20 Spieltag zu absolvieren, da kann noch so einiges schief laufen. Und das mit dem ersten Platz hätte also nicht so eilig sein müssen. "Ich hoffe, dass uns die Tabellenführung nicht blendet", nennt der Coach seine vornehmliche Sorge. Was ihn aber beruhigt: "Die Art und das Verhalten, wie wir zum ersten Platz gekommen sind, war wirklich gut." Da hatte der Trainer mächtig viel Spaß daran, wie seine junge Mannschaft konsequent und um ihre spieltechnischen Fähigkeiten nicht selten von den weiteren Vertretern in der Liga beneidet, in den vergangenen Wochen ihre Erfolgsserie gespielt hat.

Seit neun Begegnungen hat das Team schon nicht mehr verloren, sechs Mal dabei ging die Mannschaft als Sieger vom Platz. Die "Teenager" des SVB "rocken" die Liga. Beim 3:0 über den TuS Xanten am vergangenen Spieltag lag der Altersdurchschnitt der Mannschaft bei noch nicht einmal 22 Jahren. Allein die "Methusalem" Simon Temath (27) und Nisfad Grgic (31) verdarben den Schnitt. "Es passt zu dieser Mannschaft, dass sie sich nicht nur auf dem Platz blendend versteht", berichtet Jetten. Clübchenbildung gibt es nicht, und feiern kann das Team auch. Gemeinsam natürlich. Halloween zum Beispiel, da war's gruselig schön im Kreis der Budberger Kicker.

Spaßverderber am Sonntag könnte Borussia Veen sein, das den Tabellenführer auf heimischem Kunstrasen prüfen wird. Einen höflichen Willkommensgruß hält Trainer Ulf Deutz für die Gäste immerhin parat. "Budberg", so lautet seine Erkenntnis aus dem bisherigen Saisonverlauf, "stellt sicherlich das spielerisch stärkste Team der Liga." Hört sich prima an, ist aber längst kein Grund, dem Spitzenreiter nicht doch ein Beinchen zu stellen. "Wenn wir alles reinlegen, was wir können, dann sollten wir auch gegen diese Mannschaft bestehen", stellt Deutz klar. Schließlich weiß die Borussia doch auch, wo das Tor steht. Seit vier Spieltagen ist die Mannschaft unbezwungen, hat dabei auch den SV Orsoy mit einem 6:2-Erfolg "abgeschossen" und sich aus dem Tabellenkeller heraus- und auf den elften Rang vorgespielt.

Am Sonntag darf Deutz zudem auch wieder auf seinen Torjäger bauen. Kai Möller hat sich aus seinem Urlaub zurückgemeldet und möchte seiner Lieblingsbeschäftigung auf dem Platz nachgehen. Bislang stehen für den erfolgreichsten Schützen der letzten Spielzeit sieben Treffer auf dem Konto - das sieht der 28-Jährige wohl selbst noch als ausbaufähig an. Auf ihn wird der SV Budberg natürlich ein besonderes Auge werfen. "Veen ist eine komplette Mannschaft", weiß Jetten, "ausgestattet mit einer Super-Offensive." Sein Tipp: "Entscheidend wird die geringere Fehlerquote sein." Als Spitzenreiter auf dem Schleudersitz sollte die tatsächlich nicht allzu hoch sein.

Quelle: RP
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