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Lokalsport
Büdericher Auswärtsblockade

Kreis. Fußball-Kreisliga A: Morgen beim SV Millingen soll der erste "Dreier" auf fremdem Platz her. Beim SV Orsoy kehren einige Stammkräfte zurück. Der SV Sonsbeck II sowie Concordia Ossenberg spielen schon heute um Punkte.

Nachdem am Mittwoch das 2:3 des SV Orsoy im Nachholspiel der Kreisliga A gegen die Xantener amtlich war, nahm sich Igor Draganov eine kleine Auszeit. "Jetzt besser nicht", wehrte er nach Spielende alle Fragen ab. Inzwischen hat der Trainer des SVO die Sprache wieder gefunden. "Nein", sagt er mit Hinweis auf die missliche personelle Lage, "einen Vorwurf kann ich meiner Mannschaft doch gar nicht machen."

Stattdessen gab's ein Lob für all jene aus der zweiten Orsoyer Vertretung, die ausgeholfen hätten und die Versicherung, dass "die Chemie im Verein stimmt." Dazu die Planung für den morgigen Tag, wenn der SVO daheim den VfL Rheinhausen empfängt. "Erkan Ayna, Yannick Regner und Adem Ak sind wieder dabei, auch Cengizhan Gökhaya könnte wieder fit sein", sagt Draganov. "Und dann sieht die Welt schon wieder anders aus."

Den TuS Xanten verschlägt es derweil entspannt zum Spitzenreiter VfB Homberg II. "Die drei Punkte aus Orsoy waren natürlich Gold wert", blickt Trainer Torsten Weist auf den Tabellenkeller, in dem sich sein Team mit dem Sieg etwas Luft verschaffen konnte.

Die Entlassung von Günter Abel als Coach der Landesliga-Mannschaft am Donnerstag kam zwar auch für Johannes Bothen überraschend, Folgen für den SV Sonsbeck II sieht deren Coach aber nicht. "Man wird sich wieder an einen neuen Trainer gewöhnen müssen, das wird's dann aber auch schon gewesen sein", sagt der 31-Jährige, der selbst erst seit drei Spieltagen für die Belange des Teams verantwortlich ist. "Ich gehe davon aus, dass die Zusammenarbeit zwischen den Mannschaften weiterhin funktioniert." Erster Nachweis des "Team Works" soll's am heutigen Tag geben: Um 15 Uhr empfängt der Tabellenzweite den nur einen Punkt schlechteren ESV Hohenbudberg mit dem Ziel, seine Weiße Weste auf heimischem Kunstrasen zu wahren. Nach dem 0:4 in Alpen will Bothen gegen den stark eingeschätzten Aufsteiger ein "anderes Gesicht" seiner Auswahl sehen. "Das war nicht die Körpersprache, die ich mir gewünscht habe."

Genügend "Körpersprache" durfte Björn Quint, der Trainer von Concordia Ossenberg, am Mittwoch beobachten. Das Nachholspiel gegen den TuS Asterlagen war begleitet von drei Platzverweisen - aufseiten des Aufsteigers traf es Lukas Bangert, der nach seiner Ampelkarte heute gegen die SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen fehlen wird. Simon oder Lars Dargel stehen als Alternative bereit. Die Partie wird um 16 Uhr angepfiffen.

Im einzigen Nordderby des Wochenendes stehen sich der SV Millingen und Neuling SV Büderich gegenüber. Die Gastgeber sind zwar seit drei Spielen unbezwungen, drei Unentschieden haben den Club aber nicht von den Abstiegsrängen weg geführt. Das Team aus Büderich wartet auf fremden Plätzen immer noch auf den ersten Sieg. "Die Auswärtsblockade ist mir ein Rätsel", bekennt Trainer Stefan Tebbe. Sascha Ströter ist nach Verletzung wieder dabei, auch der zuletzt rotgesperrte Florian Fuhrmann meldet sich zurück.

Eine schallsichere Ersatzbank wäre die eine Möglichkeit gewesen, ein dickes Pflaster auf dem Mund die andere, die Ersatzspieler Bastian Schulz am vergangenen Sonntag vor seiner Roten Karte wegen der Beleidigung des offenbar mit gutem Gehör ausgestatteten Schiedsrichters hätten bewahren können. Ohne Schulz und auch ohne den nach einem Muskelfaserriss ausfallenden Torhüter Kilian Falk empfängt der SSV Lüttingen den Tabellenletzten aus Asterlagen.

Borussia Veen (0:6 gegen den VfL Repelen) und Viktoria Alpen, das gegen den GSV Moers 0:3 unterlag, waren am Donnerstag noch im Kreispokal aktiv. Für die "Krähen" geht es mit dem Gastspiel bei Preußen Vluyn weiter, die Alpener treten bei der DJK Lintfort an. Viktorias Trainer-Jörg Schütz muss bis zum Jahresende auf Jannik Jauer verzichten, der in München ein Berufspraktikum absolviert.

Quelle: RP
 
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