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Dahlbeck läuft durch Matsche zum DM-Titel

Lokalsport: Dahlbeck läuft durch Matsche zum DM-Titel
Der TuS Xanten hat wieder eine Deutsche Meisterin: Anna-Lina Dahlbeck (Startnummer 734) auf dem beschwerlichen Weg zur Goldmedaille. FOTO: Birkenstock
Sonsbeck/Xanten. Die 34-jährige Xantenerin war in Herten auf der regendurchweichten Wiesenstrecke Schnellste der W35-Klasse. Das "Goldmädchen" des TuS erfuhr erst eine Viertelstunde nach Zielankunft von ihrem Erfolg. Von Rene Putjus

Als Anna-Lina Dahlbeck vom TuS Xanten das Ziel erreicht hatte, war sie zunächst unzufrieden mit sich. Zu dem Zeitpunkt wusste die 34-Jährige noch nichts von ihrem Triumph. Im großen Teilnehmerfeld der Deutschen Cross-Meisterschaft in Herten war ihre Leistung etwas untergegangen. Gut eine Viertelstunde später überbrachte ihr Lebensgefährte Christoph Verhalen die tolle Nachricht. Er hatte sich die Ergebnisliste angeschaut und in der Altersklasse W35 den Namen seiner Freundin ganz weit oben entdeckt. Dahlbeck war über 5900 Meter in 24:10 Minuten zum DM-Titel gelaufen. "Mein Goldmädchen", brachte es Verhalen, der ebenfalls auf dem Rundkurs unterwegs war, auf den Punkt.

Dahlbeck konnte es erst nicht glauben. "Die regendurchweichte Wiesenstrecke hatte mich zermürbt. Ich hatte das Gefühl, dass es nicht vorwärts ging", sagte die Xantenerin. Mit 62 Sekunden Vorsprung gewann sie ihre Altersklasse. Der Rundkurs machte etlichen Teilnehmern zu schaffen. Es gab Starter, die in einer Matschkuhle ihre Schuhe verloren. "Ich bin den Lauf zwar locker angegangen und habe nicht auf die Teilnehmerliste geschaut, war dann aber doch etwas nervös, als es im Stadion losging", so Dahlbeck, die sich sehr gut auf ihren Höhepunkt der Wintersaison vorbereitete. Vor der DM hatte sie an elf Crossläufen teilgenommen; unter anderem in den Niederlanden die harte Limbra-Cross-Serie als Erste abgeschlossen.

Der Vereinsvorsitzende Heinrich Gundlach und Adelheid Gehrmann, die Leiterin der Leichtathletik-Abteilung des Domstadtclubs, freuten sich mit ihr. "Es ist ein großartiger Erfolg", sagte Gundlach. "Anna-Lina hat erst als vierte Leichtathletin in der 111-jährigen Geschichte des TuS den Deutschen Meistertitel gewonnen", ergänzte Gehrmann.

Verhalen stellte sich trotz einer starken Erkältung den harten Bedingungen in Herten. Geschwächt erreichte er in der Männer-Wertung den 33. Platz. Für die 10.400 Meter benötigte der Xantener 37:29 Minuten.

Kleiner als geplant war die DM-Mannschaft des SV Sonsbeck. Melina Buil, Jonas Hochstrate (beide erkrankt) sowie Luca Fröhling (Knochenhaut-Entzündung) sagten kurz vorher ab. So fuhr René Niersmann mit neun Athleten nach Herten. "Die Meisterschaft verlief aus Sonsbecker Sicht dennoch erfreulicher als gedacht", resümierte der Coach. Die weibliche U20-Mannschaft mit Theresa Stevens, Leonie Janßen sowie Anne Schönell belegte Platz fünf. Stevens war aus dem Trio über 4500 Meter als 30. die Schnellste mit 20:44 Minuten. Ohne Fröhling war klar, dass die "Roten Teufel" in der männlichen U20-Team-Wertung nicht das erweiterte Siegertreppchen erreichen würden.

Lucas Podrasa, Marcel Gnoß und Leon Schlüß landeten auf Rang elf. Podrasa war über die 5900-Distanz als 40. in 21:52 schnellster SVS-Teilnehmer. Die drei jüngeren Sonsbecker Leichtathleten machten im Rahmenwettbewerb auf sich aufmerksam. So gewann Tim Reinders über 2400 Meter die M15-Klasse (9:11). In der M13-Wertung wurde Lars Eilmans Zweiter (9:24) sowie Aron Thimm Dritter (9:32).

Quelle: RP
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