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Lokalsport
Dan Tooten schießt Alpen in der Nachspielzeit zum Sieg

Alpen. Lange biss sich Viktoria Alpen im Heimspiel der Fußball-Kreisliga A gegen den SV Millingen die Zähne an der Defensive der Gäste aus. Doch 60 Sekunden vor dem Schlusspfiff klappte es noch mit dem Siegtreffer. Am Ende setzte sich die Viktoria mit 2:1 (0:1) durch. Von Johannes Heiming

Die Millinger hatten sich gegen die offensivstarken Hausherren einen Plan zurechtgelegt. Sie standen in der Defensive kompakt und massiv. An diesem Abwehrverbund arbeitete sich der Favorit besonders im ersten Durchgang vergeblich ab. "Vor der Pause ist Alpen eigentlich nichts eingefallen", fand SVM-Trainer Markus Hierling. Dem konnte sein Gegenüber Jörg Schütz nicht wirklich widersprechen. "Wir haben uns lange richtig schwergetan und die Chancen, die's gab, einfach nicht genutzt", haderte er.

Nach einer guten halben Stunde gelang den Gästen die Führung durch Tim Böttcher. Wenig später lag sogar das 2:0 in der Luft - doch dieses Schicksal blieb Alpen erspart. So bemühte sich Millingen anschließend darum, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Doch nach dem Seitenwechsel nahm der Druck der Hausherren deutlich zu. Das Schütz-Team agierte konsequenter und ideenreicher als noch in Halbzeit eins.

So war der Ausgleich durch Andreas Dargel eine Viertelstunde vor Schluss absolut verdient. Der Siegtreffer in der Nachspielzeit wurde den Kräfteverhältnissen ebenfalls gerecht. Das sah auch Hierling so, der aber dennoch haderte: "Der Sieg geht im Prinzip schon in Ordnung. Aber für das, was meine Mannschaft geleistet hat, hätte sie trotzdem einen Punkt verdient gehabt. Die Jungs haben unfassbar viel geleistet. Da ziehe ich alle Hüte vor", so Hierling. Aufgrund der schwierigen personellen Situation musste er verstärkt auf Spieler aus der "Zweiten" zurückgreifen, die ihre Sache aber gut machten. "Wir werden immer homogener, die Mannschaft wächst zusammen. Das macht mir Mut für den Abstiegskampf", blickte der Trainer hoffnungsvoll voraus.

Auf der Gegenseite freute sich der Coach zwar über den Sieg, hatte aber nur bedingt Freude. "Spaß macht so ein Spiel sicherlich nicht. Millingen hat Beton angerührt und gehofft, dass vorne der liebe Gott hilft", so Schütz. Die Hilfe von oben blieb jedoch aus - und die Viktoria in der Erfolgsspur.

Viktoria Alpen: Hebbering; Algra, Ley, Goergen, Walter (66. Feuchter), Tooten, Rassier, Dargel, Hellermann, Esper (46. Schmitz), Speicher. SV Millingen: Lauderbach; Schmengler, Pfingst, Fischer, Wolski (77. Brand), Kadr Omar, Lau, Böttcher, Pullich, Vennhoff (83. Ginters), Lasek (56. Bloch).

Quelle: RP
 
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