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Lokalsport
Der Ehrgeiz schwimmt in Alpen mit

Lokalsport: Der Ehrgeiz schwimmt in Alpen mit
Vereinsmeisterschaft im Wasser: Die Alpener Rettungsschwimmer traten in verschiedenen Disziplinen an. FOTO: Armin Fischer
Alpen. Bei der Vereinsmeisterschaft der DLRG-Ortsgruppe im Hallenbad sprangen 102 Kinder und Jugendliche ins Wasser. Von Sabine Hannemann

Das Nikolausschwimmen, das die DLRG-Ortsgruppe Alpen mit großem Zuspruch ausrichtet, gleicht einem Familientreffen. Auch während der jüngsten Ausgabe der Vereinsmeisterschaft im Hallenbad zog der Vorsitzende Günter Helbig ein positives Fazit. "102 Kinder zeigen uns in ganz verschiedenen Disziplinen ihren guten Leistungsstand. Wir erleben 76 Starts", freute er sich. Die Beteiligung ist also weiter hoch. 78 Starts waren es im vergangenen Jahr.

Am Beckenrand standen die Familienmitglieder und feuerten kräftig an, fieberten mit und jubelten laut los, wenn ihre Kinder oder Enkel ihre Disziplinen unter Ausschöpfung ihrer körperlichen Reserven meisterten. Die jeweiligen Zeiten wurden notiert, werden aber erst während der Nikolausfeier bekanntgegeben. Dann gibt's auch die Urkunden und Pokale. Vielleicht wurden erneut Vereinsrekorde gebrochen. Startberechtigt waren die Jahrgänge ab 2001 und jünger. Zu den Disziplinen gehörten unter anderem 25 und 50 Meter Schnellschwimmen, Brustschwimmen und Freistil. "Rückenschwimmen ohne Armtätigkeit als eine unserer Disziplinen ist ein Vorbereitungstraining beim Rettungsschwimmen", erläuterte Helbig. Die DLRG-Ortsgruppe gilt im Kreis Wesel als sportlich hohe Hausnummer und hat auch deshalb keine Nachwuchssorgen. "Unsere Mitglieder kommen aus Alpen, aber auch dem Umland", so Helbig. Das Nikolausschwimmen gehört mit zu den Highlights der Saison. "Die Kinder wollen bei diesem Wettbewerb wissen, wie sie mit ihrer persönlichen Leistung dastehen und wie sie in der Gruppe aufgestellt sind", sagte Helbig. "Der sportliche Ehrgeiz packt sie, im Wasser sind die Kinder in ihrem Element."

Francise (12) und Lea (11) gefällt nicht nur das Nikolausschwimmen, "sondern unsere Gemeinschaft. Wir haben Spaß zusammen". Dass sie speziell trainieren, um anderen Menschen im Notfall das Leben zu retten, treibt sie an. Wie verschiedene Rettungseinsätze mit unterschiedlichen Gerätschaften, so mit einer 70 Kilogramm schweren Puppe, vonstatten geht, erlebten die Gäste im Hallenbad bei den jeweiligen Vorführungen und Läufen. Unter anderem stieg die Gurtretter-Staffel ins Wasser und trat in Sekundenschnelle in Aktion. "Es kommt auf die Technik und die Wechsel an", erläuterte Raphael Janzik. Der 23-jährige Lehramtsstudent mit den Fächern Sport und Kunst gehört mit Annabelle Pleines und Kai Beschinzki zu den Leistungsträgern - aber auch zu den heimlichen Stars. Er war gerade erst aus Warendorf zurückgekehrt. Dort richtete die DLRG den 24. Internationalen Deutschlandpokal im Rettungsschwimmen aus. 16 Nationen nahmen teil, die DLRG-Nationalmannschaft belegte den zweiten Platz. "Generell sind solche internationalen Termine für uns sehr spannend. Man lernt sehr viele neue Leute kennen", sagte Janzik, der der Mannschaft des Landesverbands Nordrhein angehörte. Seit 1999 ist er Mitglied der Alpener Ortsgruppe und lernte zunächst schwimmen. "Ich habe mein Seepferdchen gemacht. Heute bin ich das Seepferd", meinte er lachend mit Blick auf seine sportliche Karriere.

Quelle: RP
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