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Lokalsport
Der große Auftritt des SSV-Kapitäns

Lüttingen/Sonsbeck. Fußball-Kreisliga A: Lüttingen verdiente sich im Heimspiel gegen den VfB Homberg II einen Zähler. Fabian Wenten erzielte das 2:2. Der SV Sonsbeck II gewann knapp beim VfL Rheinhausen.

Ein Comeback nach Maß - anders kann man die Rückkehr von Fabian Wenten, den Kapitän des SSV Lüttingen, auf den Platz nicht bezeichnen. Im Heimspiel gegen den VfB Homberg II (2:2) wurde Wenten nach langer Verletzungspause beim Stand von 1:2 eingewechselt (60.) und sorgte sechs Minuten vor dem Schlusspfiff für den umjubelten und zugleich nicht unverdienten Ausgleich für seinen SSV.

Doch die Zuschauer waren bereits zuvor auf ihre Kosten gekommen. Den Vorsprung der Gäste egalisierte Lars Neinhuis per Kopfball nach einem Freistoß von Mirko Poplawski (26.). Anschließend war's der Mittelfeldstratege, der vom Elfmeterpunkt die Chance auf die Führung liegenließ. Poplawski traf nach einem Handspiel eines VfB-Kickers nur den Innenpfosten. Wenig später tat es ihm der Gegner gleich. Auch die Gäste scheiterten vom ominösen Punkt, gingen aber kurz vor der Pause durch Luca Palla doch noch in Führung (43.). Nach ausgeglichener erster Halbzeit, in der die Fischerdörfler den VfB nicht zur Entfaltung kommen ließen, riss der Tabellenvierte das Spielgeschehen in Hälfte zwei an sich und erspielte sich zahlreiche gute Möglichkeiten. Doch SSV-Schlussmann Martin Sackers, der sich in den vergangenen Wochen in starker Form präsentiert, wusste sämtliche Gelegenheiten zu vereiteln. Und spätestens mit der Einwechselung von Wenten ging nochmals ein Ruck durch die Heimmannschaft. Trainer Thilo Munkes jedenfalls war von der Vorstellung seiner Elf angetan: "Ich freue mich sehr für die Mannschaft. Das war eine tolle Teamleistung. Vor allem bin ich begeistert, dass wir es anscheinend gelernt haben, niemals aufzustecken."

Ebenfalls über ein starkes Kollektiv freute sich Stefan Kuban, der Trainer des SV Sonsbeck II. Die Rot-Weißen gewannen beim VfL Rheinhausen mit 3:2 (0:2). "Ich möchte keinen hervorheben. Das war einfach eine richtig gute Mannschaftsleistung", resümierte Kuban. Sein Team bestach vor allem durch eine gute Chancenverwertung. "Brutal effektiv" war das Attribut, das Kuban zum Besten gab. Zunächst war es die Leihgabe der "Ersten", Emre Kilic, der die Gäste in Führung brachte (24.). Nur sechs Minuten später legte Florian Fischer nach. Aus 30 Metern schlug sein Schuss unhaltbar im VfL-Gehäuse ein. Die Hausherren hatten zwar mehr Spielanteile, agierten in der Offensive aber zu häufig ideenlos und nicht zwingend genug. Mit dem 3:0 durch Kevin Adomeit zehn Minuten vor dem Ende schien die Partie entschieden. "Da dachten wir wohl etwas zu früh, dass der Deckel drauf ist", so Kuban.

Statt einer entspannten Schlussphase mussten die Gäste noch einmal zittern. Ein Doppelschlag von Can Yasar (84./86.) ließ die Nervosität auf SVS-Seite wachsen. Zumal Kilic wenige Augenblicke später die große Möglichkeit zur endgültigen Entscheidung verpasste. Doch die Sonsbecker retteten die knappe Führung ins Ziel und durften drei eher unverhoffte Punkte mitnehmen. "Damit hatten wir nicht unbedingt gerechnet", gab Coach Kuban zu.

(JH)
 
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