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Aus Den Vereinen
Der Sozialfonds wird reaktiviert

Xanten. 112 Asylsuchende nutzen derzeit das sportliche Angebot des TuS Xanten. Von Stefanie Kremers

Auf der Hauptversammlung des TuS Xanten stand besonders ein Thema im Blickpunkt. Die Domstädter wollen ihre Förderbeiträge für sozial Benachteiligte Kinder- und Jugendliche wiederbeleben. "Wir haben eigentlich schon immer einen sozialen Hilfsfonds. In den vergangenen Jahren sind aber alle Spender verstorben", erklärte Heinrich Gundlach den 26 anwesenden Mitgliedern den Neuangang des Projekts, das ihm persönlich am Herzen liegt, vor.

Der 1. Vorsitzende des TuS hatte vor über fünfzehn Jahren selbst ein prägendes Erlebnis. "Ein junger Mann stand vor meiner Tür. Er erzählte, dass er vor Kurzem erfahren habe, dass er nur aufgrund der Unterstützung aus dem Sozialfonds als Jugendlicher am Austausch nach England teilnehmen konnte. Zum Dank drückte er mir tausend Mark als Spende in die Hand", erzählte Gundlach. Bei den Versammelten kam der Vorschlag Gundlachs, Mitglieder anzusprechen, ob sie zusätzlich zum Vereinsbeitrag zehn Euro im Jahr dem Sozialfonds zukommen zu lassen, auf großes Interesse und Zustimmung. Der Förderbeitrag bleibe aber auf freiwilliger Basis. Auch Nicht-Mitglieder sollen für eine Sozialfördergruppe geworben werden. Die Gelder sollen einzig und allein den finanzschwachen Familien zu Gute kommen, deren Kinder und Jugendliche ohne Unterstützung an Fahrten und Freizeiten nicht teilnehmen könnten. Einstimmigkeit herrschte bei den Wahlen. Frank Bousardt wurde als 2. Vorsitzender in seinem Amt bestätigt. Der Posten des Kassenwarts, für den Karl-Heinz Beeck nicht mehr zur Verfügung stand, bleibt vorläufig kommissarisch in der Hand von Gundlach. Ein Mitglied hat sich zwar für die Verwaltung der Finanzen gefunden. Aus persönlichen Gründen stehe er jedoch erst in einem Monat zur Verfügung und werde dann eingesetzt. Die Kassenprüfer Manfred Gröhlich und Rainer Piepenburg werden 2016 von Anna-Lina Dahlbeck verstärkt.

Auch interessierte die anwesenden Mitglieder, wie viele Flüchtlinge derzeit beim integrationserfahrenen TuS aktiv sind. Unter den 112 Asylsuchenden, die mehrere Angebote der Xantener Turn - und Sportfreunde nutzen, seien auch neun Frauen, verkündete Gundlach. Besonders beliebt sei der Fitnessraum und das Fußballtraining.

Quelle: RP
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