| 00.00 Uhr

Lokalsport
Der SV Orsoy ist in Rheinberg eine Macht

Lokalsport: Der SV Orsoy ist in Rheinberg eine Macht
Budbergs Kapitän Tim Beerenberg hat keine Chance, an den Ball zu kommen. Der Orsoyer Robin Morawa (rechts) schirmt das Leder im Finale ab. FOTO: Ostermann Olaf
Rheinberg. Das Team von Trainer Sandro Vergaro sicherte sich den Titel des Stadtpokalsiegers mit einem 2:0-Finalsieg über den SV Budberg Von Detlef Kanthak

Die Worte sollten andernorts im Kreis nicht unbedingt als Drohung verstanden werden. "Rheinberg", so drückten es Frank Tatzel, der Bürgermeister der Stadt, und der Vorsitzende des Stadtsportverbandes, Ulrich Hecker, während der Siegerehrung auf der Platzanlage des gastgebenden TuS 08 aus, sei wieder "eine Macht im Fußball". Zwischen Sonsbeck und Rheinhausen mag die Aussage hingenommen werden. Unbestritten ist aber: Der SV Orsoy ist innerhalb der Rheinberger Stadtgrenzen eine Macht. Nach 2010 und 2014 sicherte die Mannschaft des A-Kreisligisten mit einem 2:0-Finalerfolg über den Ligakonkurrenten SV Budberg zum dritten Mal den Titel des Rheinberger Stadtmeisters.

Beide Mannschaften entschieden sich für unterschiedliche Wege ins Finale. Der SVO schlug dabei den vermeintlich leichteren Weg ein. Im Auftaktspiel gegen den TuS 08 Rheinberg sorgten Dominik Hahn und Robin Morawa für den 2:0-Sieg, in der folgenden Partie gelang Morawa der 1:0-Siegtreffer gegen Concordia Ossenberg. Die beiden B-Ligisten trennten sich anschließend 2:2, so dass die Concordia sich über den Sprung ins "kleine Finale" freuen durften, die Hausherren sich dagegen mit dem Spiel um den fünften Rang bescheiden mussten.

Bürgermeister Frank Tatzel (2.v.r) und der Vorsitzende des Stadtsportverbands, Ulrich Hecker (rechts), mit dem neuen Rheinberger Stadtpokalsieger SV Orsoy. FOTO: Olaf Ostermann

In der Parallelgruppe durfte der TuS Borth, einziger B-Ligist im Dreikampf gegen die A-Ligisten SV Millingen und SV Budberg, lange auf den Einzug ins Endspiel hoffen. Zwei Treffer von Andreas Dargel sicherten das 2:2 im ersten Gruppenspiel gegen den Titelverteidiger aus Budberg, der durch Tim Paczynski und Benedikt Franke zweimal zum Ausgleich gelangte. Als Marino Perkowski in letzter Minute auch noch das 1:0 über den SV Millingen erzielte, durfte es sich die vor wenigen Wochen nur knapp am Aufstieg in die A-Liga gescheiterte Auswahl gespannt auf den verdorrten Rängen bequem machen. Im letzten Gruppenspiel lief eine Halbzeit lang alles nach Borther Plan. Tom Vennhoff sorgte für die Millinger Führung, auch das 1:1 durch Franke verdarb noch nichts. Mit dem 2:1 durch den dritten Turniertreffer des Budbergers aber war der Traum der Borther geplatzt. Dank eines mehr erzielten Treffers schnappte der in den vergangenen zehn Jahren gleich fünfmal als Pokalsieger hervorgegangene SVB ihnen im letzten Moment noch die Finalteilnahme weg.

Den Mannschaften, die in den Platzierungsspielen um die Ränge unter "ferner liefen" anzutreten hatten, war anzumerken, dass das Turnier bei den hohen Temperaturen nicht ohne Spuren geblieben war. Die Millinger Auswahl hatte dem Team des TuS 08 nichts mehr entgegenzusetzen. Davin Deliga sorgte für das entscheidende Tor beim Rheinberger 1:0-Erfolg. Der TuS Borth, ohnehin nur mit 13 Spielern angereist und jetzt so kurz vor dem Endspiel noch ausgebremst, musste durch Ahmad Aabido und Silas Baumbach schnell einen 0:2-Rückstand gegen die Nachbarn aus Ossenberg hinnehmen. Perkowski verkürzte noch einmal ehe die Concordia sich über den dritten Turnierrang freute.

Als Experte hatte sich Rheinbergs Bürgermeister erwiesen. "Orsoy und Budberg hatte ich im Endspiel erwartet", erklärte Frank Tatzel. In der Anfangsphase des letzten Spiels des Tages sorgten die Grünen aus Orsoy für die Musik. Das Team des neuen Trainers Sandro Vergaro bestimmte das Tempo, erarbeitete sich die ersten Möglichkeiten, musste dann aber auf einen Patzer in der Budberger Deckung warten, um durch Mustafa Köse zum verdienten Führungstreffer zu gelangen. Jannis Vesper läutete die Budberger Gegenoffensive ein, scheiterte aber am glänzend reagierenden Patrick Lenz im Tor des SVO. Bei Simon Temaths Schuss stand der Pfosten des Orsoyer Gehäuses im Weg. Für die Entscheidung der Partie sorgte Erkan Ayna, der nach einer Köse-Flanke von der rechten Seite mustergültig mit dem Kopf das 2:0 markierte. Mannschaftskapitän Dominik Hahn durfte wenige Minuten unter dem Jubel der Orsoyer Anhänger den Pokal in die Höhe stemmen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Der SV Orsoy ist in Rheinberg eine Macht


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.