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Lokalsport
Der SVN müht sich zum nächsten Sieg

Moers/Neukirchen. Handball-Verbandsliga: Nachdem Neukirchen den Aufstieg in der Tasche hat, fehlte daheim beim 26:24 über Korschenbroich II die Motivation. Die Moerser Adler HSG bezogen beim TV Oppum eine deftige 26:39-Klatsche. Von Michael Bluhm

Der SV Neukirchen hat zum Meisterschaftsende große Probleme, seine erfrischende, schön anzuschauende Spielweise zu zeigen. Nachdem die Verbandsliga-Handballer den Aufstieg in der Tasche haben, fehlt die Motivation. Die Blau-Gelben siegten am vorletzten Spieltag daheim gegen den TV Korschenbroich II mühsam mit 26:24 (14:15).

Der Verein verabschiedetet schon vor dem Anpfiff zwei Spieler: Tim Koch und Tobias Tamse werden künftig nicht mehr dem Oberliga-Aufgebot angehören. Im Spiel fehlte den Hausherren der letzte Biss - vor allem in der ansonsten sicheren Deckung. Korschenbroich, eine Mannschaft aus dem unteren Tabellenbereich, hatte wenig Mühe, Tore zu erzielen. So entwickelte sich in Hälfte eins ein offener Schlagabtausch, TVK-Rückraum-Akteur Max Schreiner traf fünfmal.

Die Gastgeber konnten nach dem Seitenwechsel ihr Niveau anheben. Dieser Mehrauswand wurde in erster Linie in der Defensive geleistet. In diesem Mannschaftsteil stimmte fortan die Einstellung. Ballgewinne wurden gleich mehrfach mit sicher vorgetragenen Gegenstößen in Tore umgemünzt. Neukirchen wurde nun seiner Favoritenrolle gerecht und holte sich somit verdientermaßen zwei Punkte. Christian Lange, der ein ordentliches Spiel ablieferte, fiel zehn Minuten vor dem Abpfiff mit einer Zerrung aus. Neukirchen nutzte die Partie dennoch, um viel zu wechseln. "Ich bin nur mit dem Ergebnis zufrieden, nicht aber mit dem Spielverlauf", betonte Coach Jörg Förderer und meinte weiter: "Die zweiten 30 Minuten waren allerdings recht souverän."

Die Handballer der Moerser Adler HSG bezogen beim TV Oppum eine deftige 26:39 (12:19)-Klatsche. Die Jungs um Interimstrainer Rolf Pitzen haben seit dem vergangenen Wochenende den Klassenerhalt in der Tasche und fanden wohl nicht mehr die nötige Einstellung. Zudem ließ es der Tabellendritte so richtig krachen. Das Team wollte unbedingt mit einem Sieg vor heimischer Kulisse den Oberliga-Aufstieg feiern. Die Gäste leisteten dazu artig ihren Beitrag, traten obendrein mit einem kleinen Kader an. Tobias Kokott, Florian Jacobi, Frank Rosendahl, Yannik Francois, sowie Michael Fleischhauer und Christian Planken fehlten.

Die Adler fanden bis auf die kurze Startphase nie die nötige Einstellung. Das Team agierte in der Defensive zu nachlässig, hatte große Probleme die Kompaktheit zu finden. Und auch in der Offensive sah's nicht besser aus. Es wurde nicht clever und ruhig aufgespielt - vielmehr gab es oftmals "blinde" Abschlüsse und reichlich technische Fehler. Oppum lauerte auf die Patzer und legte sich frühzeitig ein sicheres Torepolster zu. Die Moerser Adler HSG hatte sich für den zweiten Durchgang einiges vorgenommen, doch dieser Schuss ging richtig nach hinten los. "Ich bin schon enttäuscht über den Auftritt meiner Jungs. Die Einstellung hat nicht gestimmt. Schlimm waren vor allem die vielen, technischen Fehler", resümierte Pitzen.

Quelle: RP
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